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Anbautrends Extensive Energiepflanzen 2014: Pappel, Weide oder Robinie im Energiewald? (Teil 1)

Zweijaehrige Pappelruten Max 4 im Winter

Zweijährige Pappelruten Max 4 im Winter

Die neue Energiepflanzen-Saison 2014 steht unmittelbar vor der Haustüre, dennoch wissen einige Landwirte noch nicht so recht was sie denn heuer pflanzen wollen. Gilt es doch bei den Extensiven Energiepflanzen längerfristig zu planen und nicht nur für die kommende Saison zu entscheiden.

Ganz klar gilt die Pappel nach wie vor als Favorit bei den Gehölzen. Sie hat scheinbar den schlechten Ruf der letzten Jahrzehnte abschütteln (minderwertiges Holz, kein Heizwert,..) können und wird nun neben den Auwäldern auch mehr und mehr im Energieholzbereichgepflanzt. Herausforderungen bestehen, wie auch bei der Weide, in der hohen Erntefeuchte (50-60% Wassergehalt)

sowie sortenabhängig auch in der Anfälligkeit  gegenüber Krankheiten. Vor allem Pilzkrankheitenkönnen Schäden verursachen, die vom verminderten Zuwachs bis zum kompletten Absterben führen können. Als robuste Sorten, immer natürlich auch abhängig vom Standort, können hier die Max-Klone, „Hybrid 275„, „Muhle Larsen“ und „Androskoggin“ erwähnt werden. „Matrix„, eine neuere Züchtung sowie „Kornik“ zeigen in den ersten Pflanzungen gute Ansätze. Für ein umfangreiches Urteil sind die Erfahrungen bei diesen Sorten aber derzeit noch zu gering.

 

Weidensteckling fuer Kurzumtrieb

Weidensteckling fuer Kurzumtrieb

Bei den Gehölzen hat die Robinie (auch Akazie genannt) die Weide mittlerweile überholt, wenn meiner Meinung nach nicht vollkommen zurecht. Sicherlich punktet die Robinie mit wesentlich trockenerem und dichterem Erntegut, was vor allem für die Eigenversorgung oder den Verkauf per Wärmeeinheit interessant sein kann. Zudem eignet sich die Robinie wesentlich besser für Stückgut als Weide oder auch Pappel. Doch kommt sie auf durchschnittlichen Standorten in aller Regel nicht an die Ertragswerte von Pappel und Weide heran.

Bei der Weide würden wir noch erhebliches Potential in kühleren Lagen, Höhenlagen sowie auf sehr frischen oder teils nassen Böden sehen. Auch beweisen immer wieder „eingefleischte“ Weidenfans, dass etwa Schwedische Weidenklone (wie Tora, Tordis, Inger) auf gut versorgten Böden die Erträge durchaus mit der Pappel konkurrieren können. Hier etwa ein Film, der eine Weidenpflanzung bzw. deren Ernte dokumentiert.

Der Vollständigkeit halber sei noch Paulownia (Blauglockenbaum, Kiri) erwähnt. Er spielt derzeit wegen der Unsicherheiten in Bezug auf Frostbeständigkeit und Zuwachs noch eine untergeordnete Rolle und wird deswegen von uns nicht aktiv empfohlen. Kleine Mengen für Paulownia-Testflächen versenden wir jedoch.

Generell ist die Nachfrage heuer tendenziell ansteigend, was mit den hohen Holzpreisen (einzeln über 30,00€/m³ Hackgut, über 130,00€ per Atrotonne!) und den eher mittelmäßigen Getreidepreisen zu tun haben mag. Sollte die EU ihre Umweltbestrebungen weiterhin in Richtung Greeningverstärken, so könnte auch von dieser Seite nochmal mit kräftigen Impulsezu rechnen sein.

 

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