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Anbautrends Energiepflanzen: Paulownia oder doch Pappel, Weide & Robinie (Teil 1)

Zweijaehrige Pappelruten Max 4 im Winter

Zweijährige Pappelruten Max 4 im Winter

Die neue Energiepflanzen-Saison steht unmittelbar vor der Haustüre, dennoch wissen einige Landwirte noch nicht so recht was sie denn heuer pflanzen wollen. Gilt es doch bei den Extensiven Energiepflanzen längerfristig zu planen und nicht nur für die kommende Saison zu entscheiden.

Ganz klar gilt die Pappel nach wie vor als Favorit bei den Gehölzen. Sie hat scheinbar den schlechten Ruf der letzten Jahrzehnte abschütteln (minderwertiges Holz, kein Heizwert,..) können und wird nun neben den Auwäldern auch mehr und mehr im Energieholzbereichgepflanzt.

Herausforderungen bestehen, wie auch bei der Weide, in der hohen Erntefeuchte (50-60% Wassergehalt) sowie sortenabhängig auch in der Anfälligkeit  gegenüber Krankheiten. Vor allem Pilzkrankheiten können Schäden verursachen, die vom verminderten Zuwachs bis zum kompletten Absterben führen können. Als robuste Sorten, immer natürlich auch abhängig vom Standort, können hier die Max-Klone, „Hybrid 275„, „Muhle Larsen“ und „Androscoggin“ erwähnt werden. „Matrix„, eine neuere Züchtung sowie „Kornik“ zeigen in den ersten Pflanzungen gute Ansätze. Für ein umfangreiches Urteil sind die Erfahrungen bei diesen Sorten aber derzeit eher noch zu gering.

 

Weidensteckling fuer Kurzumtrieb

Weidensteckling fuer Kurzumtrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Gehölzen hat die Robinie (auch Akazie genannt) die Weide mittlerweile überholt, wenn meiner Meinung nach nicht vollkommen zurecht. Sicherlich punktet die Robinie mit wesentlich trockenerem und dichterem Erntegut, was vor allem für die Eigenversorgung oder den Verkauf per Wärmeeinheit interessant sein kann. Zudem eignet sich die Robinie wesentlich besser für Stückgut als Weide oder auch Pappel. Doch kommt sie auf durchschnittlichen Standorten in aller Regel nicht an die Ertragswerte von Pappel und Weide heran.

Bei der Weide würden wir noch erhebliches Potential in kühleren Lagen, Höhenlagen sowie auf sehr frischen oder teils nassen Böden sehen. Auch beweisen immer wieder „eingefleischte“ Weidenfans, dass etwa Schwedische Weidenklone (wie Tora, Tordis, Inger) auf gut versorgten Böden die Erträge durchaus mit der Pappel konkurrieren können. Hier etwa ein Film, der eine Weidenpflanzung bzw. deren Ernte dokumentiert.

Paulownia Blauglockenbaum (Kiri- u. Kaiserbaum) – Die Zukunftshoffnung?

2014 haben wir an dieser Stelle noch geschrieben, dass der Paulownia-Baum aktuell noch keine oder eine sehr geringe Rolle spielt. Und zwar wegen der geringen Frosthärte und auch Erfahrungen in nicht ganz so milden Klimaten. In der Zwischenzeit sind zwar nach wie vor nicht alle Fragen ausgeräumt (wann weiß man alles?), aber wir konnten in der Zwischenzeit ziemlich viele Erfahrungen mit tausenden gepflanzten Paulownien sammeln. Die Herausforderung mit Frost, grad bei sehr jungen Pflanzen, ist immer noch da, doch mit den Schnittmaßnahmen, die sich in der Zwischenzeit etabliert haben, kann man schon recht gut damit umgehen.

Unsere beiden Sorten „Shandong“ sowie die ursprüngliche Art „Tomentosa“ sind beide verhältnismässig gut frosthart. Und mittlerweile sind die Preise sogar etwas gesunken, gerade was den Einstieg (6×6 cm Presseballen) noch etwas leichter macht. Die meisten Kunden kaufen aber nach wie vor welche zumindest in mittelgroßen Töpfen (9 cm) oder gleich zweijährige im Topf oder vom Acker.

Gern stehen wir Ihnen zu den zuvor genannten, „alten“ Energiepflanzen beratend zur Seite, aber auch gerade was die neuesten Entwicklungen beim Blauglockenbaum betreffen!

Eine erfolgreiche Pflanzsaison wünscht Ihnen Reinhard Sperr, info@energiepflanzen.com, 0043/(0)664/5325487

 

 

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