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Bienenweide & Energiepflanze: die perfekte Kombi!

von Reinhard Sperr am Juli 10, 2018 in Energieblog Sida

Auf den ersten Blick vertragen sich Bienenweiden und Energiepflanzen nicht unbedingt. Dass man sich da ordentlich täuschen kann werden wir Ihnen im nachfolgenden Beitrag zeigen 🙂

Bienenweide=Natur, Energiepflanze=Raubbau?

Nein! Weder ist jede Pflanzung einer Bienenweide auch ökologisch zwangsläufig toll, noch sind Energiepflanzen per se „böse“. Wie so oft kommts auf die intelligente Anwendung an.

Wir von Energiepflanzen.com kommen ja, wie der Name schon verrät, aus der „Energiepflanzen-Ecke“. Doch stellen wir seit ein paar Jahren ein stark wachsendes Interesse an unseren Energiepflanzen von Imkern fest.

Wie kommts?

Vor allem Imkerinnen und Imker, die gern mal über den Tellerrand blicken und versuchen größere Zusammenhänge in die eigene Arbeit mit Bienen zu integrieren haben die Energiepflanzen als Bienenweide entdeckt.

Die wesentlichen Vorteile daraus:

  • Mehrfachnutzen: Eine blühende Energiepflanze liefert nicht nur Bienenfutter, sondern auch Holz oder Holzersatz.
  • Dauerkulturen: Die von uns angebotenen Bienenweide-Energiepflanzen sind allesamt extensive Dauerkulturen, die eine Nutzungsdauer von durchschnittlich 20-25 Jahren aufweisen.
  • Andauernde Bienenweiden bieten nicht nur kurzfristig Pollen (z.B. Raps), sondern auch außerhalb der Blütezeit wertvolle Rückzugsorte für Insekten und auch größere Wildtiere.
  • Bienenweide-Energiepflanzen vermindern Erosion, verbessern das Kleinklima und strukturieren offene Agrar-Landschaften.

Die beliebtesten Bienenweide-Energiepflanzen

Bei den holzigen Energiepflanzen (=Energieholz) ist bestimmt die Robinie (Akazie, Robinia pseudoacacia Nijsegi) die beliebteste. Sie beschenkt den Imker nicht nur mit einer sehr intensiven Blüte schon ab dem 3.-5. Standjahr und entsprechenden Honigerträgen, sondern sie liefert auch noch extrem hartes und trockenes (ca. 35% bei Ernte) Holz. Robinie wird deswegen gerne im Freien für Spielplätze, Pflöcke, Terrassen und so weiter verwendet.

Gleich danach die verschiedenen Energieweiden-Sorten, die ebenfalls eine sehr wertvolle Bienenweide abgeben. Als sehr zeitige Kätzchenblüher zählen sie zu den allerersten Bienenfutterpflanzen im Jahr überhaupt.

Bei den krautigen bzw. staudenartig wachsenden Energiepflanzen (Energiestauden) erlebt die Durchwachsene Silphie (Silphieum perfoliatum) auch als Bienenweide aktuell einen wahren Boom! Seit Landwirte draufgekommen sind, dass sie dem Ertrag des Maises zur Biogaserzeugung recht nahe kommt und dabei kaum Kulturmaßnahmen verlangt wird gerade in Deutschland großflächig Silphie angebaut.

Nicht ganz so bekannt wie die Silphie ist Sida bzw. Sidapflanze (Sida hermaphrodita). Sie wächst wie die Silphie ebenfalls staudenartig, das heißt sie zieht über den Winter ein und treibt im Frühling erneut aus. Speziell stark auf schwachen, sandigen oder trockenen Böden, also dort wo andere Pflanzen kaum mehr ertragreich angebaut werden können, spiel Sida ihre großen Vorteile aus. Als Bienenweide beginnt sie sehr spät im Hoch/Spätsommer zu blühen und dauert über Wochen fast bis zum Frost an. Prädikat: sehr wertvoll!

Wir hoffen Ihnen mit diesem Artikel einen ersten Überblick über die sinnvolle Kombination von Energiepflanzen und Bienenweiden gegeben haben. Bestimmt werden die Informationen dazu nachfolgend noch ausgebaut, reinschauen lohnt sich also! 🙂

Gern erreichen Sie uns aber auch per Email oder Telefon für persönliche Fragen zum Thema Bienenweide & Energiepflanzen!

 

Reinhard Sperr, Juli 2018

 

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