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Energiewald

von Reinhard Sperr am Oktober 21, 2017 in Glossar

 

Energiewald

Als Energiewald wird die Kultivierung von schnellwachsenden Gehölzen, meist Pappeln, Weiden und Robinien, auf Acker- und Wiesenflächen bezeichnet. Die Ernte (auch als Umtrieb bezeichnet) erfolgt nicht wie bei einem „herkömmlichen“ Wald nur einmal in 30-100 Jahren, sondern je nach Anlage und Planung innerhalb von 2 – 10 Jahren. Ein Energiewald treibt nach der Ernte (=bodenebener Rückschnitt) wieder aus und kann auf diese Art und Weise zirka 5 Mal genutzt werden. Nach Ende der Nutzungsdauer (15-25 Jahre) wird der Energiewald mit einer Forstfräse rückgebaut und kann anschließend für andere Ackerkulturen, Wiese oder auch wieder als Energiewald genutzt werden.

Der Ertrag eines Energiewaldes (ca. 7-15 Tonnen Trockenmasse) liegt in etwa beim zwei- bis vierfachen eines normalen Waldes  und laugt dabei, wider Erwarten vieler Interessenten, den Boden nicht aus sondern fördert in vielfältiger Weise den Humusaufbau und wirkt regulierend auf den Wasserhaushalt. Bei grossflächiger Pflanzung ist auf eine ausgewogene Sortenmischung zu achten um die aus der Landwirtschaft bekannten Probleme von Monokulturen weitestgehend zu vermeiden.

©energieplanzen.com - Reinhard Sperr - 2017