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Pflanzung (Paulownia)

Da die Topfpflanzung bzw. die Pflanzung mit wurzelnackten Pflanzen in der derzeitigen Praxis überwiegt, gehen wir im folgendem nur auf diese Variante näher ein. Wenn Sie die Pflanzung von Wurzeln ausprobieren möchten, dann empfehlen wir Ihnen eher die Pflanzung von kleinen Testflächen im Garten oder Pflanztöpfen.

Frühjahrspflanzungen können ab ca. Ende März, sobald der Boden offen ist, mit zumindest einmal überwintertem Pflanzgut erfolgen. Dabei geht man vor wie in Punkt „Feldvorbereitung“ beschrieben. Ab Juni, aber auch Juli können dann frisch vermehrte Jungpflanzen gesetzt werden. Ab September bis ca. Ende November gibt es dann wieder die Möglichkeit zu Herbstpflanzungen. Aktuell spielen diese noch keine sehr große Rolle.

Die Pflanzung selbst ist recht einfach: Auf gepflügten Flächen einfach mit einer Waldhaue (Waldhacke, Wiedehopfhaue) oder Spaten ein kleines Loch ausheben, die Pflanze reinstellen und zufüllen. Anschließend einmal andrücken bzw. –treten und, falls möglich, einmal kräftig eingießen. Bei der Pflanzung auf einer Wiese, Brache oder Wald muss zuvor großzügig um die das Pflanzloch der Beiwuchs entfernt werden. Die Pflanzung selbst dann wie am Acker. Gegebenenfalls das Pflanzloch her etwas größer ausheben, zusätzlich lockern und mit etwas Kompost aufbessern. Jedoch eher sparsam, da die jungen Bäume ohnehin eher zu schnell wachsen und anschließend dann oft noch mehr Probleme mit dem Frost haben. Eine Kalidüngung im Spätsommer kann die Winterfestigkeit möglicherweise etwas verbessern.

Je nach Gegend kann eine Bewässerung, im speziellen bei mehrwöchigen Trockenphasen, schon sinnvoll sein. In Gebieten mit mehr als 600 Liter Niederschlag pro m² und Jahr ist es in aller Regel nicht notwendig.

Pflanzabstände sind, wie erwähnt, derzeit im Wertholzbereich bei 3 x 3 bis 4 x 4 Meter. Das heißt ca. 600 bis 1.100 Bäume pro Hektar. Wir empfehlen derzeit ca. 900 Bäume, da uns das am sinnvollsten erscheint. Im Biomassebereich sind die Abstände durchaus ähnlich wie bei der Pappel: In der Einzelreihe mit z.B. 2,5 – 3 Meter Fahrgasse und 0,5 – 1 Meter in der Reihe. Dieser Pflanzabstand ist für kurze bis mittlere Umtriebe etwa zur Hackguterzeugung empfehlenswert. Wie gesagt gibt es hier aber noch sehr wenige Erfahrungen in der Praxis.

©energiepflanzen.com - Reinhard Sperr (2008 – 2017)