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Miscanthus Briketts selbst herstellen… Jetzt informieren!

Miscanthus lässt sich für viele Zwecke nutzen. Sei es als Alternative zum Rindenmulch im heimischen Garten, als Teilbeimischung zu Baustoffen in der Industrie oder als Hächselgut zur Verbrennung und Energiegewinnung. Im Hinblick auf steigende Heizöl- und Gaspreise ist letzteseine echt gute Möglichkeit die heimische Energieversorgung kostengünstig sicher zu stellen.
Hierbei tut sich in die letzten Jahre ein größerer Teilbereich besonders hervor:

Die Miscanthus-Brikettierung!

Bei der sogenannten Brikettierung wird durch Verpressen des losen Hackguts die Energiedichte komprimiert und auf diese Weise ofenfertig gemacht. Die einzelnen Produktionsschritte zur Brikettherstellung sind mit 4 Stichworten auf den Punkt zu bringen:

Miscanthus Hackgut getrocknet - unter 20% Wassergehalt

Miscanthus Hackgut erntetrocken mit 8-12% Wassergehalt

–    Vorratsbehälter mit Hackgut
–    Förderschnecke zum Beschicken
–    Hackgut-Presse
–    Konische Matrize als Formgeber

Ziel ist es hierbei sicherlich formstabile Briketts zu erzeugen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn man eine relativ homogene Haeckselgröße verpressen kann. Deshalb ist es ratsam ein Rundlochsieb mit der gewünschten Größe (z.B. 8 mm oder 25 mm) und einer Mühle zur Zerkleinerung der größeren Pflanzteile der Presse vorzuschalten.

 

Beim Verpressen des losen Hackguts ist darauf zu achten, dass die Temperatur der Anlage unter 150 °C bleibt. Sobald Temperaturen über 150 °C erreicht werden, sollte das Produktionstempo, sprich die Hackgutzufuhr, gedrosselt werden. Nach der Brikettierung steht das Auskühlen der fertigen Miscanthus-Briketts im Vordergrund!

Hierbei ist es sinnvoll, wenn man eine Abkühlstrecke an das Anlagenende anbindet. Da die Briketts auf diese Art und Weise effizienter aushärten, ist gemäß Erfahrungswerten keine Zugabe von Bindemitteln oder Klebstoffen notwendig!

Bei guten Produktionsbedingungen können so zwischen 400 und 500 kg Briketts pro Arbeitsstunde produziert werden. Betrachtet man dabei den mittleren Energiebedarf  von etwa 85 – 90 kWh pro Tonne, schneidet die Brikettierung von Miscanthus sowohl finanziell als auch ökologisch besonders positiv ab, vor allem im Vergleich zur wesentlich energieaufwändigeren Verpressung zu Pellets.

Hier nochmals kurz und bündig zusammengefasst die nennenswerten Vorteile von der Miscanthus-Brikettierung:

–    Erzeugung formstabiler Briketts
–    Hohe Energiedichte
–    Günstige Dosier- und Fließeigenschaften
–    Hohe Lagerstabilität, geringe Staubentwicklung beim Umschlagen
–    Geringe Emissionen in der Verbrennung

Maximilian Voith 16.05.2014

Briketts aus Miscanthus/Elefantengras selbst gemacht

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