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Miscanthus-Einstreu

Nicht nur das Thema Miscanthus-Einstreu, das Theme Einstreu überhaupt ist ja eine Wissenschaft für sich: Für welches Tier welche Streu? Im Pferde-Stall anderes Einstreu-Material als im Kleintier-Stall? Wie oft streue ich und welche Einstreu ist für meine Lieblinge die passende? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie im folgenden Artikel!

Sehen Sie sich inzwischen schon mal in unserem Shop für Miscanthus-Einstreu-Produkte um oder klicken Sie auf nachfolgende Miscanthus-Produkte, wenn Sie mehr darüber wissen möchten:

Einstreu-Arten

Als erstes haben wir hier natürlich Miscanthus-Einstreu beschrieben, weil wir damit am meisten bzw. die beste Erfahrung haben. Etwas weiter unten folgen dann noch verschiedene Stroh-Arten bzw. Verarbeitungsformen, Einstreu aus Holzprodukten (Späne, Sägemehl) sowie Hanf als eine weitere Alternative.

Miscanthus-Einstreu (Häckselgut lose)

Das Miscanthus-Häckselgut ist relativ staubarm und da weder Düngemittel noch Pflanzenschutz erforderlich sind auch frei von schädlichen Rückständen. Anders als die anderen genannten Einstreuvarianten…weiterlesen

Miscanthus-Einstreu-Pellets

Die Nutzung von Miscanthus-Pellets als Einstreu ist sozusagen die verbesserte und einfachere Art diesen hochwertigen Rohstoff als Einstreu zu nutzen. Im markierten Artikel werden zwei Möglichkeiten zur Anwendung von Miscanthus Einstreu-Pellets beschrieben.

Stroh

Zu Rund-oder Quaderballen wird hauptsächlich das Stroh von Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen verarbeitet.

Üblicherweise treten keine Probleme auf, wenn Pferde das Stroh fressen oder sich in anderer Weise damit beschäftigen.

Vorteile: Das gepresste Stroh ist zu Ballen gepresst gut gepresst gut lagerbar und braucht wenig Lagerfläche. Quaderballen sind handlicher uns nicht so schwer. Angerottet ist der Mist gut auf Feld und Acker auszubringen und dient als wertvoller Wirtschaftsdünger

Nachteile: Bei Stroh fällt viel Staub an. Saugfähigkeit und Geruchsbindung sind mittelmäßig bis schwach. Es entsteht viel Mist was bedeutet, dass der Arbeitsaufwand durch Ausmisten hoch und anstrengend ist.

Strohpellets (auch Strohtaler)

Zum Verpressen zu Strohpellets werden die gleichen Sorten Stroh; Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen, verwendet. Das Stroh wird erst vermahlen und anschließend zu Pellets gepresst, dabei variieren Höhe und Durchmesser zwischen 6 mm und 1 cm. Normalerweise kommen größere Pellets günstiger als kleinere.

Vorteile: Strohpellets sind günstig. Sie sind leicht in der Region verfügbar. Geringeres Transportvolumen durch Verpressung des Strohs und Regionalität verursacht geringere Transportkosten. Selbst Pellets in BIO-Qualität sind relativ einfach erhältlich.
Durch das Pressen zu Pellets reduziert sich nicht nur das Volumen auch die Belastung durch Staub wird wesentlich geringer. Zu Pellets verpresst wird Stroh saugfähiger, bindet damit Gerüche besser und ist nach Verwendung leicht auszubringen.
Gut geeignet für Matten- oder Matratzen-Einstreu (= einmal Grundeinstreu von ca. 5 cm, quellen lassen, dann nur noch nachstreuen bis max. Schichtstärke erreicht ist).
Die Grundanschaffung kommt zwar etwas teurer durch die Ergiebigkeit aber wirtschaftlich von Interesse.

Stroh-Granulat

Strohgranulat wird hergestellt indem Pellets in einem weiteren Verfahren zu Granulat verarbeitet werden und Staub noch weiter reduziert wird. Strohgranulat ist saugfähiger wie Strohpellets was besonders die Amoniakbelastung im Stall reduziert.
Auch hier reduzieren gute, regionale Verfügbarkeit und geringes Transportvolumen anstehende Transportkosten.
Der etwas höhere Anschaffungspreis wird hohe Ergiebigkeit rasch relativiert.
Im Übrigen sind die Eigenschaften ähnlich Stroh und Strohpellts.

Gehäckseltes Stroh

Gehäckseltes Stroh hat ähnliche Eigenschaften wir Stroh, es ist etwas saugfähiger und bindet Gerüche besser. Es ist, durch das geringe Gewicht leicht aufzubringen und leichter auszumisten da auch weniger Mist anfällt.
Kompostierung bzw Ausbringen am Feld ebenfalls wie Stroh und grundsätzlich einfach. Gehäckseltes Stroh ist leicht verfügbar und liegt preislich im günstigen Bereich.
Nachteil: Wie bei Stroh, wenn das Häcksel nicht maschinell entstaubt wurde entsteht viel Staub.

Raps- und Leinenstroh:

Raps-u. Leinenstroh hat eine etwas andere Konsistenz als normales Stroh. Es handelt sich dabei um brüchige, leicht holzige Stängel die beim Häckseln aufgefasert werden. Die fasrige Struktur ergibt eine angenehm weiche Tritt-u. Liegefläche für die Tiere.

Raps-u. Leinenstroh verfügt über eine gute Geruchsbindung ist aber nur mittelmäßig saugfähig.
Verfügbar ist Raps-u. Leinenstroh nicht immer, auch preislich liegt dieses Stroh im eher höheren Bereich.

Nachteil: Wie bei Stroh generell, wenn nicht maschinell entstaubt, ist die Staubbelastung hoch.

Einstreu aus Hobelspänen, Sägespänen, Sägemehl

Holzabfallprodukte sind leicht zu bekommen, ist aber nicht mehr einfach kostenlos bei holzverarbeitenden Firmen abzuholen wie früher.
Holzabfallprodukte sind auch in Granulat-Form erhältlich und staubfrei, ergiebiger, dafür auch teurer als loses Einstreu-Material aus Holz-(Neben-)Produkten.
Die Geruchsbindung ist gut und je nach Feinanteilen fällt mehr oder weniger Staub an.
Die Lagerung ist bei großen, losen Mengen schwierig oder bei Verpackung in Plastik sehr aufwändig.

Nachteil: Regional von Tischlereibetrieb/Schreiner oder sonstigem holzverarbeitenden Betrieb abgeholt, kann es vorkommen, dass die Einstreu durch Leim, Lack oder sonstiger negativer Stoffen verunreinigt ist. Handelsübliche Einstreuprodukte aus Holz sind tendenziell aus Weichholz.

Großer Nachteil: Mist aus Säge- und Hobelspänen bzw. Sägemehl führt zur Versauerung des Erdreichs (pH-Wert-Senkung) und wird aus diesem Grund kaum noch für die landwirtschaftliche Verwertung, Ausbringung auf Feldern oder Wiesen genutzt. Die Aufbringung von Holzabfallprodukten über einen längeren Zeitraum macht es dem Erdreich zunehmend unmöglich den PH-Wert im Boden zu neutralisieren. Viele Pflanzen vertragen saure Erde nicht, die Folge ist, dass landwirtschaftliche Erträge sinken.
Ist die Ausbringung auf Feld oder Wiesen die einzige Möglichkeit die Streu zu verwerten, ist es unbedingt notwendig den Mist vorher möglichst lange zu kompostieren und verrotten lassen!

Hanf-Einstreu

Die gehäckselten Stiele der Hanfpflanze (Wirtschaftshanf) sind relativ verholzt und zäh was sie zu einer guten Unterlage macht.
Sowohl Saugfähigkeit als auch Geruchsbindung sind gut. Die Staubbelastung variiert nach Qualität der Pflanze.
Hanfstreu ist regional recht unterschiedlich erhältlich und wenn, dann meist in Bio-Qualität verfügbar. Der regional unterschiedliche Hanfanbau bringt es mit sich, dass mitunter hohe Anlieferungskosten entstehen können.
Obgleich diese Einstreu verhältnismäßig teuer kommen kann (Transportkosten) ist sie doch sehr ergiebig und bei regionaler Verfügbarkeit empfehlenswert.

©energiepflanzen.com - Reinhard Sperr (2008 – 2017)