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Miscanthus Anbau

von Reinhard Sperr am Oktober 21, 2017 in Glossar

Vorbereitungen zum Miscanthus-Anbau 

Zur Vorbereitung der Anpflanzung sollte der Acker im Herbst mind. 20 cm tief gepflügt werden. Es ist darauf zu achten, keine großen organischen Massen aus der Vorkultur einzuarbeiten, denn der frei werdende Stickstoff verzögert die Abreife im Herbst. Einjährige Miscanthuspflanzen fangen im Herbst sehr spät mit der Einlagerung von Nährstoffen in die Rhizome an und somit kann die Frostresistenz bei zu starkem Wachstum, vorlalem im Herbst, nicht mehr ausreichend gesichert werden.

Miscanthus Anbau

Die Rhizome sind sehr empfindlich auf Austrocknung daher sollten diese möglichst bald nach dem Auspacken gepflanzt werden (Pflanzzeit: Mitte April bis spätenstens Mitte Mai). Die optimale Bodentemperatur für die Pflanzung beträgt 10° C. Bei zu frühen Pflanzterminen besteht die Gefahr von Spätfrösten, bei zu späten von Frühjahrstrockenheit bzw. Hitze. Die Pflanzweite beim Miscanthus Anbau beträgt 1 x 1 m = 10.000 Pflanzen/ha, ggf. auch bis zu 13.000 Stk mit dem Vorteil, dass der Bestand schneller schließt und eher eine Vollernte erzielt werden kann.

Im Hinblick auf die Ernte ist es empfehlenswert die Flächen möglichst rechteckig zu gestalten und darauf zu achten, dass diese mit schweren Erntemaschinen gut zu erreichen sind. Ungünstige Lagen sind schwer zu ernten und daher deutlich kostenintensiver in den Maschinenkosten. Ab ca. 2 Hektar reduzieren sich die Erntekosten erheblich.

Beim Miscanthus Anbau die Rhizome auf eine Tiefe von ca. 4 cm bei leichten Böden und ca. 8 cm bei schweren gelegt. Die einfachste und vermutlich rentabelste Pflanzung erfolgt mit einer alten umgebauten Kartoffelsetzmaschine. Dabei wird der Abwurfschacht durch ein Polocalrohr mit ca. 15−20 cm Durchmesser ersetzt. Für ein erfolgreiches Anwachsen ist ein optimaler Bodenschluss notwendig, daher sind die Druckrollen an der Setzmaschine wichtig. Zusätzlich sollte die Fläche gewalzt und gegebenenfalls eingewässert werden.

©energiepflanzen.com - Reinhard Sperr (2008 – 2017)