Miscanthus-Pellets
Die Verwertungsmöglichkeiten von Miscanthus-Häckselgut sind äußerst vielfältig!
In den Anfangsjahren wurde das Miscanthus-Erntegut sicherlich großteils einer thermischen Verwertung zugeführt, also verheizt. Im Bereich Eigenbedarf ist das vermutlich auch heute noch so. Aufgrund der Hackgutschwemme ca. ab 2017 durch Sturmschäden, Käferbefall und ähnliche Problematiken hatte es durchaus Sinn sich nach neuen Möglichkeiten des Miscanthus-Hackgutverkaufs umzusehen.
Nachfolgend drei Links zu sehr praktikablen und für den Landwirt auch gewinnbringenden Verwertungsmöglichkeiten für Elefantengras. In den letzten Jahren etablierte sich Miscanthus mehr und mehr in der Gartengestaltung als Mulch sowie in der Tierhaltung als Einstreu. Weitere Informationen über das Thema Heizen mit Elefantengras (auch als Pellets und Brickets) finden Sie im Link.
Miscanthus eignet sich hervorragend zur alternativen Pellets-Produktion.
Dabei hat Miscanthus Vorteile gegenüber den üblichen Sägereststoffen, die normalerweise für die Produktion verwendet werden, aber auch Nachteile. Vom Blickwinkel Energieinput/Energieoutput ist das Verhältnis bei einer Miscanthus-Pelletierung gegenüber einer Miscanthus-Brickettierung eher nachteilig, da wesentlich mehr Energie hineingesteckt werden muss.
Aus Gründen der Nutzbarkeit für möglichst viele Konsumenten (für Heizzwecke oder als Tier-Einstreu) bzw. zur Eigenversorgung erscheinen aber die Miscanthus-Pellets auf alle Fälle interessant.
Vorteile von Miscanthus-Pellets:
- wesentlich geringere notwendige Lagerkapazität gegenüber Lagerung von unverpresstem Erntegut
- Wassergehalt bei Miscanthus-Ernte im März/April bewegt sich meist zwischen 8 und 15 %, was für die meisten Pressen ideal ist (Holz muss meist vorgetrocknet werden)
- Kleinanlagen (auch mobile Prototypen) für Eigenbedarf sind verhältnismäßig kostengünstig
- Selbstversorgung, auch wenn man keinen Wald besitzt
Nachteile von Miscanthus-Pellets:
- Pellets/Hackgutheizung muss Brennstoff Miscanthus vertragen (Kipp/Treppenrost, ev. Auskleidung Brennraum)
- hoher Energieaufwand bei Pressung
- Material muss davor z.B. mit einer Hammermühle gemahlen oder zumindest fein zerkleinert werden
Miscanthus-Pellets als Tiereinstreu
Pellets aus Miscanthushäcksel sind sehr ergiebig und sorgen für ein besonders gutes Stallklima. Sie bleiben trockener und sind sehr viel saugfähiger als beispielsweise Stroh. Dank dieser beiden Haupteigenschaften ist die Einstreu weniger schimmelanfällig.
Außerdem werden die Miscanthus-Pellets von den meisten Tieren (Pferde, Alpakas, Schafe oder auch Meerschweinchen und Hamster) normalerweise nicht gefressen, da sie bitter schmecken. Ja, sie werden oftmals probiert oder angeknabbert, anschließend jedoch, so gut wie immer, wieder ausgespuckt.
Alternativ dazu können wir Ihnen natürlich Miscanthus-Einstreu lose oder verpresst (Snips) anbieten. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Packungsgrößen und Materialien finden Sie auf unserer Jumbogras-Tierbedarfsseite.