Paulownia

Paulownia, Blauglockenbaum, Kiribaum oder Kaiserbaum

Der Blauglockenbaum auch als Paulownia, Kaiserbaum und Kiribaum etablierte sich im letzten Jahrhundert vorerst in StĂ€dten und Parks und ist vor allem an seinen schönen, lila BlĂŒtentrauben erkennbar. Der Blauglockenbaum setzt sich nun auch langsam auf Europas landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen, als Wert-u. Energieholz, durch. Dabei sind schlechte FrosthĂ€rte in der Jugend, hoher Pflegeaufwand und das verhĂ€ltnismĂ€ssig teure Pflanzgut die hervorstechendsten Unsicherheiten. Dem gegenĂŒber stehen extreme ZuwĂ€chse und hervorragendes Wertholz mit vielfĂ€ltigen Verwertungsmöglichkeiten. Und das alles, wenn’s passt, in nur 10-15 Jahren! Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie unten weiter! 🙂

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Paulownien sind unter mehreren Namen bekannt – hier einige der gelĂ€ufigsten:

  • Blauglockenbaum, Blauglocke
  • Kiri, Kiribaum
  • Kaiserbaum

Verbreitete botanische Arten von Paulownia:

Was ist Paulownia?

  • Bei uns ist Paulownia hĂ€ufiger unter den Namen Blauglockenbaum, Kiribaum oder Kaiserbaum bekannt
  • UrsprĂŒnglich aus sĂŒdostasien stammender Baum, der aufgrund seiner attraktiven lila- bis rosafarbigen BlĂŒtentrauben schon seit Jahrzehnten in Garten- und Parkanlagen gepflanzt wird
  • Inzwischen findet man den beliebten Kiribaum in SĂŒdeuropa hĂ€ufiger und zunehmend auch in Mitteleuropa Deutschland und Österreich
  • Die Art Paulownia tomentosa wird hĂ€ufig als Zierbaum gepflanzt und ist ein hervorragender Schattenspender in grĂ¶ĂŸeren GĂ€rten
    Als Wertholz und zur Energiegewinnung eignet sich die Sorte Paulownia shandong besser. Zur Energiegewinnung wird Paulownia-Holz seltener verwendet
  • Besonders schnelles Jugendwachstum und gute Holzeigenschaften machen den Baum hauptsĂ€chlich als Wertholz interessant
    • Das Holz ist leicht, formbar und dennoch stabil
    • Aufgrund der guten Klangeigenschaften ideal fĂŒr den Instrumentebau
    • Trotz des schnellen Wachstums hat das Schnittholz eine ansprechende Maserung
    • Der Flammpunkt von Paulownia Holz liegt bei ĂŒber 400 C° und gilt daher als schwer entflammbar

Anbau Blauglockenbaum

  • Am hĂ€ufigsten wird im FrĂŒhjahr, sobald der Boden aufgetaut ist, gepflanzt. Wir empfehlen, zumindest einmal ĂŒberwinterte Kiribaum-Setzlinge zu pflanzen. Ab Juni/Juli können auch frisch vermehrte Jungpflanzen gesetzt werden
  • Die Pflanzung der Paulownien erfolgt zum ĂŒberwiegenden Teil mit 6×6 Pressballen, 9 cm Topfpflanzen und 20 cm Topfpflanzen. Am Unkompliziertesten ist das Pflanzen von mehrjĂ€hrigen Wurzelstöcken und kleinen BĂ€umen
  • Je nach Region u. Trockenheit kann, besonders in der Anwuchsphase, eine BewĂ€sserung sinnvoll sein
  • FĂŒr Wertholzpflanzung, 3 x 3 bis 4 x 4 m Pflanzabstand, bzw. 600 bis 1.100 BĂ€ume auf einem Hektar. FĂŒr Pflanzungen zur Biomasseerzeugung (Hackgut und Scheitholz), Einzelreihen, in der Reihe 0,5-1 Meter, Fahrgasse 2–3 Meter

Boden und Klima fĂŒr KiribĂ€ume

  • BlauglockenbĂ€ume bevorzugen mildes, wĂ€rmeres Klima. Sonnige und geschĂŒtzte Lagen auf niedriger Seehöhe sind ideal. Achtung! KĂ€ltestaulagen möglichst vermeiden!
  • Geringer Wasserbedarf. Der Baum ist Tiefwurzler, je tiefer die Wurzeln umso geringer der Wasserbedarf. Keine nassen Standorte
  • Frostresistent, erfahrungsgemĂ€ss bis ca. -15°C – 20°C. (lt. Literatur tiefer).
  • Die Spitzen junger Paulownien, bis zu mind. 3 Jahren, sind sehr frostgefĂ€hrdet

Anwuchspflege/Pflanzenschutz der BlauglockenbÀume

  • UnkrautbekĂ€mpfung ist fĂŒr einjĂ€hrige Jungpflanzen sehr wichtig!
    Da die KaiserbĂ€ume bei der Pflanzung meist sehr klein sind und eher spĂ€t (Mai?) antreiben, muss das Überwuchern mit Unkraut unbedingt vermieden werden! Die BaumpflĂ€nzchen am Stamm und ca 40 cm im Radius frei von Unkraut halten, eventuell kann man auch Mulchen. Die Gassen bei Plantagenpflanzung können zur Unkrautvermeidung auch gemulcht werden
  • EinjĂ€hrige KiribĂ€ume im zweiten Jahr (April) bodeneben abschneiden und neu austreiben lassen. Der Neuaustrieb bewirkt einen stĂ€rkeren, geraderen Stamm.
  • SchĂ€dlinge u. Krankheiten sind bislang kaum bekannt, WĂŒhlmausverbiss kommt vereinzelt vor. In sehr strengen Wintern kann es vorkommen, dass Hasen Paulownien anknabbern, das trifft aber nur auf besonders junge BĂ€umchen zu

DĂŒngung Blauglockenbaum

  • Kompostgaben sind nur auf schwachen oder stark verdichteten Böden nötig
  • Aufgrund des ohnehin starken Wachstums wenig oder keine StickstoffdĂŒngung, wenn, dann zeitig im Jahr
  • Kalium (Kali-DĂŒnger) im Sommer kann FrosthĂ€rte positiv beeinflussen

Ernte von Paulownia Holz

  • Erntezeit, wie bei allen Laubhölzern zwischen Dezember und April
  • Zieldurchmesser bei Wertholz 30–40 cm, bei Biomasse 8 bis max. 25 cm
  • Wertholzernte mit normaler Forsttechnik. Die Ernte von Biomasse-Hackgut ist bis zu einem Durchmesser von 15 cm mit einem GehölzmĂ€hhĂ€cksler möglich

ErtrÀge von Paulownia

  • Aufgrund der noch kurzen Kulturzeit in Mitteleuropa sind derzeit noch keine zuverlĂ€ssigen Angaben möglich
  • Zielvorstellungen bei
    Wertholz: 10–15 Jahre (Wiederaustrieb noch mit Fragezeichen)
    Energieholz: etwa 2–6 Jahre, geplante Nutzung ca. 20–25 (30) Jahre. Im Gegensatz zu anderen Energiehölzern ist das Erntegut trockener und hĂ€rter, das Gewicht aber deutlich geringer

Bestandsauflösung von Blauglocken-Pflanzungen

  • Am Ende der geplanten Nutzungsdauer mit ForstfrĂ€se frĂ€sen
  • Da mit Nachtrieben zu rechnen ist, nach Rodung eine stark zehrende Ackerfrucht pflanzen oder als DauergrĂŒnland verwenden. Nachtriebe oder SĂ€mlinge gegebenenfalls chemisch bekĂ€mpfen

Verwendung von Paulowniaholz

Der Kaiserbaum als Wertholz

  • SportgerĂ€te aus Blauglockenbaumholz bei denen sowohl StabilitĂ€t als auch geringes Gewicht von Vorteil sind zum Beispiel: Snowbords, Ski, Paddelbords und Ă€hnliches
  • Möbelherstellung u. Modellbau aus Kiribaumholz (Schiffe, Flugzeuge, etc.)
  • Musikinstrumente haben dank des Paulownia-Holzes eine sehr gute Klangeigenschaften.

Der Blauglockenbaum als Biomasse/Energieholz

  • Als Scheitholz oder Hackschnitzel zur WĂ€rmegewinnung.

Rechtliches (Österreich) fĂŒr Paulownia-Anbau

  • Aktuell (2018)  sind Paulownien noch nicht als Forstbaum zugelassen
    BefĂŒrchtungen einer unkontrollierten Aussaat oder Verbreitung durch WurzelausschlĂ€ge konnten bis jetzt noch nicht restlos geklĂ€rt bzw. ausgeschlossen werden.
  • Als Kurzumtriebsplantage (KUP) auch ohne Forstzulassung möglich.
  • Vor Pflanzung unbedingt RĂŒcksprache mit den lokalen Behörden halten!

Paulownia BlĂŒteDer Blauglockenbaum – auch Kaiser- oder Kiribaum – botanisch Paulownia steht mit mehreren Arten und Sorten fĂŒr besonders schnellwĂŒchsig, wĂ€rmeliebend und sehr schön blĂŒhend. Sowohl im Gartenbereich, als auch zunehmend in Forst- und Ackerbau trifft man auf diese bemerkenswerte Gattung, die wir Ihnen nachfolgend etwas nĂ€herbringen möchten.

Der, in unserer Gegend, noch eher exotische Baum fand in den letzten Jahren, ĂŒber SĂŒdeuropa vermehrt auch den Weg nach Deutschland und Österreich. Mit der Verwendung als Parkbaum, fĂŒr grĂ¶ĂŸere GĂ€rten und öffentlichen GrĂŒnanlagen (z.B. An der Promenade in Linz, OÖ) wurde Paulownia in kleinen StĂŒckzahlen auch schon vor vielen Jahrzehnten gepflanzt und war, wegen seiner wunderschönen blĂ€ulich/violetten BlĂŒtentrauben, die ihm ĂŒbrigens auch seinen Namen geben, und dem nicht ĂŒberbordenden Wuchs von zirka 12-15 Meter, sehr beliebt.

Verbreitete Arten im Park- und GroßgĂ€rtenbereich sind:

Paulownia-Hoehenwachstum-10 JahreDer Kaiserbaum weist ein besonders schnelles Jugendwachstum auf, was sich gleichermaßen als Vor- wie als Nachteil erweist. Der schnelle Zuwachs macht ihn einerseits als Biomassepflanze interessant (hohe Trockenmasse-Leistung), noch mehr aber als Wertholzbaum. Damit man gutes, verkaufsfĂ€higes Wertholz ernten kann, sind eine Reihe von Punkten zu beachten.

FĂŒr die Nutzung als Biomassepflanze (z.B. Hackgut oder StĂŒckgut) erntet man die BĂ€ume schon innerhalb der ersten 2-5 Jahre erstmals und sogar einjĂ€hrige Austriebe könnten dafĂŒr interessant sein. Bei einem Erntedurchmessern bis zu 20 cm treibt der Baum sehr gut wieder aus dem Stock nach.
FĂŒr Ihre Wahl den Blauglockenbaum zur Wertholgewinnung zu pflanzen gibt es aus heutiger Sicht (2019) in Österreich, Deutschland und vergleichbaren anderen LĂ€ndern noch zu wenig Erfahrungwerte um in ausreichender Weise sagen zu können, wie lange die BĂ€ume bis zur Ernte stehen sollten. Derzeit geht man von einem Wertholz-Umtrieb in der Dauer  von 8 – 12 Jahren aus. Persönlich wĂŒrde ich die Umtriebszeit auf bis zu 15 Jahre ausdehnen, um auch mal einen RĂŒckschlag, etwa durch Frost, mit einzukalkulieren. Auch was die Zieldurchmesser betrifft kann man derzeit nur auf Erfahrungen aus SĂŒd- und Osteuropa zurĂŒckgreifen, wo von 30 – 40 cm und mehr, nach dieser Zeit gesprochen wird. Ein Wiederausschlag erscheint bei diesen Durchmessern ebenfalls zweifelhaft.

Die Ernte findet, wie bei anderen Laubgehölzen auch, in der Vegetationsruhe im Winter statt.

Boden und Klima fĂŒr den Kiribaum

Der Blauglockenbaum liebt warmes, mildes Klima, Gegenden wo zum Beispiel Wein oder andere anspruchsvolle Obstsorten angebaut werden können sind auch fĂŒr Paulownia sehr gut geeignet. Auch mit den in diesen Gebieten relativ geringen Niederschlagsmengen kommt der Kaiserbaum gut zurecht. Da diese klimatisch bevorzugten Gebiete in Mitteleuropa aber nicht sehr zahlreich vorhanden sind, probieren immer mehr Menschen Blauglockenbaum-Pflanzungen auch abseits dieser Gunstlagen aus.
Paulowniapflanzung-AuwaldHier erscheinen sonnige, gerne auch trockene und magere, geschĂŒtzte Lagen sinnvoll. Im Wald, wofĂŒr es aktuell (2017) noch keine forstliche Genehmigung in Österreich gibt (!), braucht er ausreichend Licht und genug Platz, um sich zu etablieren.
Paulownia vertrĂ€gt sowohl leichte Sandböden wie auch schwerere Böden. Um das Anwachsen zu erleichtern kann mit Kompost oder anderen organischen DĂŒngern etwas nachgeholfen werden. Riesige Pflanzlöcher mit großen Erdbohrern, wie man sie aus SĂŒdeuropa kennt, sind meines Erachtens nicht von Nöten.

Vermieden werden sollten Lagen mit stauender NĂ€sse, starker Beschattung oder sehr windanfĂ€llige FlĂ€chen. Im großen und ganzen kann man davon ausgehen,  je niedriger die Seehöhe umso unproblematischer. In höheren Lagen kommt die Gefahr von BrĂŒchen durch schwerem Herbstschnee hinzu. Da die BĂ€ume meist ab ca. Ende April auszutreiben beginnen sind Lagen in denen es vermehrt zu SpĂ€tfrost kommt schwierig. Gerade junge BĂ€ume, sind in den ersten 3-5 Jahren sehr frostgefĂ€hrdet.
Die Temperaturangaben zur FrostbestĂ€ndigkeit der einzelnen Sorten sind sehr unterschiedlich. In manchen Quellen wird von bis zu minus 30°C ausgegangen. Unseren bisherigen Erfahrung nach liegt diese Grenze in der Praxis wohl eher bei – 15 bis – 20°C, ohne dabei große FrostschĂ€den in Kauf nehmen zu mĂŒssen.

Feldvorbereitung fĂŒr Paulowniapflanzung

PPaulowniapflanzung Neuaustrieb nach ca 4 Wochenaulownia kann sowohl am Acker als auch in der Wiese gepflanzt werden. Zur Vorbereitung wird wie im Ackerbau, im Herbst umgebrochen und vor einer FrĂŒhlingspflanzung, mit möglichst ĂŒberwinterten Pflanzen, die FlĂ€che nochmal fein hergerichtet. Bei Sommerpflanzungen (auch mit Jungpflanzen möglich) kann das Umbrechen auf das zeitige FrĂŒhjahr verlegt werden.
FĂŒr Pflanzungen in der Wiese oder auf Brachen sind StreifenfrĂ€sungen möglich. Je nach Gasse (in der Regel 3-4 Meter) frĂ€ĂŸt man dazu einen ca. 0,5 Meter breiten Streifen und pflanzt die BĂ€ume zur Wertholgewinnung in AbstĂ€nden von 3-4 Metern.
Eine Mulchung von 50 – 75 cm Radius um die Pflanze kann das aufkommende Unkraut etwas eindĂ€mmen und dem Baum zu schnelleren Anwachsen verhelfen. Auch Baumscheiben aus Pappe oder Kokosfasern sind dazu gut geeignet.
Forstpflanzungen sind in rechtlicher Hinsicht unbedingt zu prĂŒfen!

DĂŒngung von BlauglockenbĂ€umen

In verschiedenen (Internet-)Berichten ist fast gleichlautend von einer Pflanzung mit einem großen Erdbohrer und einer Aufbesserung der Erde mit Kompost oder Mist zu lesen. Unserer Vermutung nach verbreitet sich hier viel durch bloßes Abschreiben von Informationen. Die tiefgrĂŒndige Lockerung ist in Mitteleuropa höchstens auf stark verdichteten Böden nötig und Bodenverbesserung durch AufdĂŒngen sollte aufgrund des ohnehin raschen Wachstums höchstens sehr sparsam erfolgen.
DĂŒngungen im Laufe der Kultur sind derzeit noch zu wenig in der Praxis erforscht, sodass wir diese nicht explizit empfehlen können. Sollten Sie dgl fĂŒr Ihren Boden fĂŒr nötig erachten, empfehlen wir wegen der bodenverbessernden Wirkung organische DĂŒnger oder Mist/Dung von Tieren zu verwenden.

Paulownia Pflanzmaterial

Paulownia tomentosa PressballenUnsere derzeitigen Hauptsorten sind aus GrĂŒnden der Frostsicherheit die Sorten “Shandong” sowie die ursprĂŒngliche Art “Paulownia tomentosa”. “Shandong” ist eine klassische Wertholzsorte, die schnelles Wachstum, gerade StĂ€mme mit einer recht passablen FrosthĂ€rte kombiniert.
“Paulownia tomentosa” wĂ€chst tendenziell etwas schwĂ€cher (langsamer) und vielleicht nicht ganz so gerade im Stamm ist aber ebenso gut frosthart und recht widerstandsfĂ€hig.
Wie bereits erwĂ€hnt, gibt es reichlich Auswahl an Sorten und GrĂ¶ĂŸen der Paulownien. Ein- bis zweijĂ€hrige Topflanzen, wurzelnackte BĂ€ume, 2 u. 3-jĂ€hrige Wurzelstöcke (zurĂŒckgeschnitten), Jungpflanzen in 6-10 cm-Töpfen, ĂŒberwinterte BĂ€umchen im kleinen Topf oder schon zweijĂ€hrige in 2-3-Litertöpfen sind ĂŒblich. Theoretisch können auch Wurzelstecklinge gepflanzt werden, fĂŒr die Pflanzung direkt am Acker, können wir das allerdings nicht empfehlen.

Was die Beschaffenheit der Pflanzen selbst betrifft, so stellt die Bezugsquelle ein wesentliches QualitĂ€tskriterium dar die oft nur mangelhaft nachvollzogen werden kann. Sortenechtheit, Erfahrungswerte und Wissen zur Pflege, sowie sorgfĂ€ltige Aufzucht und die Frische der Pflanze sind Voraussetzungen dafĂŒr, dass sich der Baum gut entwickelt.
Bedauerlicherweise mussten auch wir in unserer Anfangsphase auf diesem Gebiet einiges Lehrgeld bezahlen.

Pflanzung des Kiribaums

Da die Pflanzung mit Topfpflanzung bzw. mit wurzelnackten BĂ€umchen derzeit ĂŒberwiegt, gehen wir im folgendem nur auf diese Variante nĂ€her ein. Wenn Sie die Pflanzung von Wurzelstöcken ausprobieren möchten raten wir Ihnen erst eine kleinen TestflĂ€che im Garten oder in großen Pflanztöpfen zu probieren.

FrĂŒhjahrspflanzungen können sobald der Boden offen ist, ab ca. Ende MĂ€rz mit zumindest einmal ĂŒberwintertem Pflanzgut, erfolgen. Dabei geht man, wie in Punkt „Feldvorbereitung“ beschrieben, vor.
Ab Juni / Juli können frisch vermehrte Jungpflanzen gesetzt werden. Zu dieser Zeit ist es warm und sonnig, und die kleinen Pflanzen haben bis Herbst ausreichend Zeit sich zu akklimatisieren.
Zwischen September und Ende November besteht die Möglichkeit der Herbstpflanzung, die aber nur mit bereits am Feld gewachsenen und ĂŒberwinterten BĂ€umchen in Betracht gezogen werden sollte. JĂŒngere Pflanzen lieber in einem hellen und kĂŒhlen Raum ĂŒberwintern und im FrĂŒhling ab Mai, auspflanzen.

Die Pflanzung selbst ist recht einfach: Auf gepflĂŒgten FlĂ€chen, mit einer Waldhaue (Waldhacke, Wiedehopfhaue) oder einem Spaten ein kleines Loch ausheben, die Pflanze hinein stellen (nicht zu tief), das Loch wieder auffĂŒllen, die Erde fest andrĂŒcken bzw. –treten und krĂ€ftig eingießen.
Bei der Pflanzung auf einer Wiese, Brache oder im Wald sollte um das Pflanzloch herum (Radius von ca 60 cm) die Grasnabe entfernt werden. Die Pflanzung selbst dann gleich wie am Acker. Gegebenenfalls das Pflanzloch hier etwas grĂ¶ĂŸer ausheben, die Erde lockern und mit etwas Kompost aufbessern. Auch Kompost (wie DĂŒnger) sparsam verwenden, da diese jungen BĂ€ume eher zu schnell wachsen. Eine KalidĂŒngung im SpĂ€tsommer kann die Winterfestigkeit möglicherweise etwas verbessern.

Je nach Gegend kann eine BewĂ€sserung, im speziellen bei mehrwöchigen Trockenphasen, sinnvoll sein. In Gebieten mit mehr als 600 Liter Niederschlag pro mÂČ und Jahr ist BewĂ€sserung nicht notwendig. In trockenen Gegenden mit weniger als 500 Liter Jahresniederschlag ist eine BewĂ€sserung empfehlenswert.
Bei reichlich Jahresniederschlag aber anhaltender Trockenheit kann eine punktuelle BewÀsserung in der Anwuchsphase das Anwachsen erleichtern.

PflanzabstĂ€nde im Wertholzbereich, wie erwĂ€hnt, 3 x 3 bis 4 x 4 Meter. Das heißt ca. 600 bis 1.100 BĂ€ume pro Hektar. 900 BĂ€ume erscheinen uns  am sinnvollsten. Im Biomassebereich sind die AbstĂ€nde durchaus Ă€hnlich wie bei der Pappel: In der Einzelreihe mit z.B. 2,5 – 3 Meter. Fahrgasse und 0,5 – 1 Meter in der Reihe. Dieser Pflanzabstand ist fĂŒr kurze bis mittlere Umtriebe etwa zur Hackguterzeugung empfehlenswert, aber wie geschrieben, es gibt hier noch sehr wenig Erfahrungen in der Praxis.

UnkrautbekÀmpfung im Pflanzjahr 



 ist neben der QualitĂ€t der Pflanzen, das wohl wichtigste fĂŒr eine erfolgreiche Paulownia-Pflanzung! FĂŒr Jungpflanzen ĂŒberlebenswichtig, wichtig aber auch fĂŒr ĂŒberwinterte und zweijĂ€hrige BĂ€umchen.

Der Blauglockenbaum beginnt eher spĂ€t mit dem Austrieb und startet, speziell Jungpflanzen, etwas verhalten in die Saison. Wenn das Beikraut im Mai oftmals schon kniehoch ist, fĂ€ngt der Blauglockenbaum erst an auszutreiben. Bis dahin muss regelmĂ€ĂŸig kontrolliert werden, ob die Pflanzen genĂŒgend Luft und Sonne haben, damit sie ideal antreiben können. Mechanische BekĂ€mpfungen, wie sie in der Landwirtschaft ĂŒblich sind, erweisen sich hier als passable Maßnahmen. Ihre bevorzugte Methode, im ersten Sommer mehrmals wiederholen, bis der Baum nachhaltig aus dem Beikraut herausgewachsen ist. Mulchen verhindert ĂŒbermĂ€ssigen Unkrautbewuchs und schĂŒtzt die Erde vor raschem Austrocknen.
Freischneiden mit Trimmer oder Motorsense bergen die Gefahr des Verletzens. Gerade in diese Phase ist der Baum sehr empfindlich und schon eine leichte BeschÀdigung der Rinde kann den Austrieb abbrechen.
Bei gut ĂŒberwinterten zweijĂ€hrigen (nunmehr dreijĂ€hrigen) BĂ€umen können ein bis zwei PflegedurchgĂ€nge nicht schaden, sind aber nicht mehr ĂŒberlebenswichtig. Manche mulchen mit dem abgeschnittenen Beikraut, was auch eine gute Möglichkeit darstellt.

Im zweiten Jahr schneidet man im April / Mai den Haupttrieb vom einjĂ€hrigen Baum bodeneben ab. Der Grund dafĂŒr, dieser Trieb ist noch nicht ausreichend verholzt, manchmal auch stark verzweigt oder krumm und wĂŒrde zu keinem schönen Baum heran wachsen. Dieser Trieb ist durchschnittlich 0,5 bis 1 Meter hoch zu dieser Zeit, manchmal auch 2 Meter und noch nicht stabil genug.

Wenn die Paulownien gut ĂŒber den Winter gekommen sind kann diese Maßnahme bei zweijĂ€hrigen BĂ€umen entfallen. Die Spitze friert dennoch ab, das StĂ€mmchen kann bis auf den nĂ€chsten gesunden Trieb, der zwischen April / Mai austreibt und eine möglichst gerade Fortsetzung verspricht, zurĂŒck geschnitten werden. ZweijĂ€hrige BĂ€umchen können bereits eine Höhe von 1 bis 2,5 Meter erreichen.
Hat der Baum starke FrostschÀden und der Stamm verfÀrbt sich insgesamt braun, kann er bedenkenlos erneut bodeneben abgeschnitten werden, er wird sicher wieder austreiben. Das gleiche gilt bei krummen oder stark verzweigten Wuchs, auch da kann nochmals völlig abgeschnitten werden.

Krankheiten und SchÀdlinge auf Paulownia

Über SchĂ€dlinge und Krankheiten ist in der noch kurzen Kulturphase wenig bekannt. Hasen- und WĂŒhlmaußverbiss wurde zwar selten aber doch beobachtet, auch Verfegungen von Rehen kommen gelegentlich vor. Hasen suchen den Blauglockenbaum speziell in den ersten drei Jahren und vor allem in strengen Wintern auf, wenn das Futter anderswo knapp wird. Auch WĂŒhlmausverbiss kommt vorwiegend in den ersten Jahren vor, meist wĂ€chst der Baum trotz des Schadens gut weiter und ĂŒberlebt die „Angriffe“.
Im schlimmsten Fall schneidet man den Baum, wie erwÀhnt, bodeneben ab und lÀsst ihn neu durchtreiben.

Auf BlĂ€ttern wurden vereinzelt BraunfĂ€rbungen und auch geringer Raupenbefall beobachtet, jedoch nicht im bedrohlichen Maße und noch unbekannter Herkunft.

Schnittmaßnahmen, Erziehungsschnitt bei Paulownia

Schnitt der abgestorbenen Spitze

Da dieser Baum ursprĂŒnglich aus sĂŒdlichen Gefielden kommt reift die Hauptknospe (Terminalknospe) nicht ab, was bei heimischen LaubbĂ€umen bereits im August erfolgt. Der Kiribaum wĂ€chst hingegen bis in den Herbst hinein, lĂ€sst beim ersten Frost, fast von einem Tag auf den anderen alle BlĂ€tter fallen und stellt das Wachstum abrupt ein. Im Idealfall sterben nur 20-30 cm der Spitze ab, in strengeren Wintern oder bei extremem Wachstum auch mal ein ganzer Meter. Jedenfalls wird, so groß dieser Teil auch ist, die abgestorbene Spitze bis zum nĂ€chsten grĂŒnen Austrieb zurĂŒckgeschnitten. Wenn man sich um eine besonders gerade Fortsetzung bemĂŒhen will, kann man den RĂŒckschnitt auch auf Juni verlegen und die neue Spitze sachte an den abgestorbenen Trieb festbinden, so wird das zwangslĂ€ufig entstehende „Knie“ etwas mehr abgeschwĂ€cht.

Blauglockenbaum aufasten

Paulownia-aufastenNach dem Schnitt der Spitze fĂ€ngt der Baum auch langsam damit an Seitentriebe zu bilden. Es gibt verschiedene AnsĂ€tze damit umzugehen, wir handhaben es folgendermaßen: Im Mai  /Juni, wenn die ersten Triebe gut 5-10 cm lang sind, entspitzen wir diese mit einer Baumschere oder dem Fingernagel auf die LĂ€nge von etwa 5 cm, welche am Baum bestehen bleiben sollen. Die verbliebenen Triebspitzen, auch Stammbildner genannt, sorgen dafĂŒr, dass der Stamm weiterhin gut mit Wasser und NĂ€hrstoffen versorgt wird. Der Blauglockenbaum bildet dadurch einen stabileren und auch stĂ€rkeren Stamm. Diese Maßnahme muss im Lauf des Jahres noch zwei bis dreimal wiederholt werden, damit die Seitentriebe nicht zu stark werden.
Im Jahr darauf kann man diese zurĂŒckgeschnittenen Seitentriebedirekt direkt am Stamm entfernen und den Stamm freilegen (=Aufasten).

Die beschriebenen Maßnahmen setzt man in den Folgejahren so lange fort bis der Stamm Ihre Wunschhöhe erreicht hat, was in der Regel bei 3-6 Meter liegt, manchmal auch höher bis zu 8 Metern. Danach lĂ€sst man die Triebe stehen und den Baum seine Krone ausbilden. SpĂ€testens ab diesem Zeitpunkt ist die Frostgefahr auch nicht mehr so groß. Ab der Kronenbildung kommt es höchstens noch zu kleineren FrostschĂ€den, verglichen etwa mit WalnussbĂ€umen, auch hier frieren Triebe in der Krone manchmal 20-30 cm zurĂŒck, treiben aber dahinter umgehend aus und wachsen weiter.

Paulownia-Holz Ernte

Paulownia-HolzDie beste Jahreszeit fĂŒr die Paulownia-Wertholz-Ernte ist, wie bei anderen Laubhölzern auch, in der Vegetationsruhe zwischen Dezember und April. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Plantagen empfehlen wir ganz normaler Forsttechnik einzusetzen, kleine FlĂ€chen oder einzelne BĂ€umen können manuell geschlĂ€gert werden.

Im Biomassebereich kann bei extrem kurzen Umtrieben 1, 2 oder 3 Jahre, mit einem GehölzmÀhhÀcksler geerntet werden, die derzeit gÀngigen Maschinen können Erntedurchmesser von bis zu 15 cm problemlos hÀckseln. Der durchschnittliche Durchmesser beim Wiederaustrieb kann in dieser kurzen Zeitspanne bei beachtlichen 5-10 cm liegen. Die Nutzung als Biomassepflanze, inkl. Wiederausschlag ist bis 20, max 25 cm sinnvoll und hier kommt wiederum ganz normale Forsttechnik zum Einsatz, KleinflÀchen können manuell geerntet werden.

Verwertung Paulowniaholz

Paulowniaholz, MaserungDa die (kalkulierten) Preise im Wertholzbereich höher zu bewerten sind als im Biomassebereich, sollte man aus unserer Sicht, auf geeigneten Standorten vorzugsweise diese Verwertungsform anstreben.
Im Detailverkauf findet man derzeit verleimte Platten aus Paulowniaholz. Das Holz wird in verschiedenen Spezialbereichen, etwa in der Ski- oder Wassersportproduktion sehr geschĂ€tzt, ausschlaggebend dafĂŒr sind das geringe Gewicht, die hohen Zugfestigkeit und seine ElastizitĂ€t bei gleichzeitiger StabilitĂ€t. Weiteren Quellen kann man entnehmen, dass Paulowniaholz fĂŒr die Möbelproduktion, im Flugzeug(leicht)bau sowie zur Konstruktion von Schiffen und Musikinstrumenten verwendet wird.
Wie leicht oder wie schwer das erntefertige Holz dann aber verkauft werden kann ist noch relativ unklar. Ein extra großes Fragezeichen steht hinter einem kalkulierten Verkaufspreis von bis zu 900 Euro pro Kubikmeter Paulowniaholz (in 10 Jahren!). Das erscheint uns dann doch  unrealistisch zu sein und sollte unseres Erachtens nach in keiner seriösen Kalkulation Eingang finden.

Paulowniaholz kaufen/verkaufen:

Seit etwa 2010 werden in Mitteleuropa Paulownien angebaut, im SĂŒden etwas lĂ€nger und langsam kommen erste Angebot und Nachfragen zu deren Holz. Die aktuellen Angebote kommen aus Portugal und Spanien, aber auch in Ungarn, Kroatien, RumĂ€nien, Bulgarien und Griechenland reifen BestĂ€nde heran, die nach und nach auf den Markt kommen.
Eines dieser Angebote, eines Deutschen Kollegen mit Plantage Spanien, möchten wir hier exemplarisch anfĂŒhren. Frank Biermann von Palownia24 freut sich auf Ihren Kontakt, wenn Sie Interesse an Kiri-StĂ€mmen haben. Sein aktuelles Angebot finden Sie hier: Paulowniaholz kaufen

Biomasse: Die aus Paulowniaholz produzierten Hackschnitzel sind trockener und hÀrter als bei Pappel und Weide, jedoch auch leichter in Atrotonnen (Atrotonne = Absolut trockene Tonne).
Das Erntegut im Biomassebereich wird in aller Regel verheizt, zum Brennwert gibt es im Internet variierende Quellen, die nicht ganz verlĂ€sslich erscheinen. Fakt ist, dass das Holz von Paulownien ein sehr geringes spezifisches Gewicht aufweist und deswegen fĂŒr den Verkauf in Atrotonnen nicht ideal ist, verkĂ€ufe nach WĂ€rmemenge könnten wesentlich vorteilhafter sein.
NatĂŒrlich kann man aus dem Erntegut auch Pellets und Briketts pressen lassen aber aufgrund der doch höheren Anfangsinvestition – im Vergleich zu klassischen EnergiewĂ€ldern aus Pappel und Weide – erscheint diese Art der Verwertung vorerst nicht lohnenswert. Spezifische Erfahrungen mit StĂŒckgut (Scheiter) liegen unseres Wissens nach noch nicht vor.

Ernte-ErtrÀge von Paulowniaholz

Mit Bekanntgabe konkreter Zahlen halten wir uns bewusst zurĂŒck, aus unserer Sicht gibt es hier einfach noch zu wenig zuverlĂ€ssige Erfahrungswerte. Die bestehenden Unklarheiten sind einer der HauptgrĂŒnde warum wir diese BroschĂŒre/diesen Text verfassen, denn selbst in Mitteleuropa sind die ZuwĂ€chse so unterschiedlich, dass darĂŒber keine seriöse Angabe zu machen sind. Einerseits ist es möglich nach zehn Jahren nur einmetriege, dĂŒnne Triebe vorweisen zu können, andererseits sind auch StĂ€mme mit 25 cm Durchmesser möglich, was dann in erster Linie vom richtigen Standort abhĂ€ngig ist, aber eben zum wesentlichen Teil auch von sorgfĂ€ltiger Pflege in der Anwuchphase in den ersten Jahren.
Ein weiterer Grund, der uns zum Schreiben dieses Textes bewogen hat ist dem Umstand geschuldet, dass hier (ĂŒberwiegend im Internet) mit teilweise unrealisierbaren Zahlen hantiert wird und damit falsche Hoffnungen geschĂŒrt werden, woran wir uns nicht beteiligen wollen!
Wir sind jetzt doch schon lĂ€ngere Zeit im GeschĂ€ft und haben einige GlĂŒcksritter erlebt die mit utopischen Zuwachsannahmen und Kalkulationen, im Bereich Energiewald, Miscanthus (Elefantengras/Chinaschilf) und Sida, nach dem Motto hausieren gingen: „Wer schnell will werden reich, der pflanze ein Paulowniafeld, am besten gleich!“ „Idealerweise“ wird auf Basis solcher Zahlen ein Investment in Form einer Beteiligung angeboten, gern auch um ein paar hundert Euro pro einzelnem Baum, was zumindest fĂŒr den VerkĂ€ufer dieser „Zertifikate” ein lukrativeres ZusatzgeschĂ€ft bringt.
Wir bitten hier demnach auch um Ihr VerstÀndnis, dass wir !noch! nicht in der Lage sind genauere Aussagen zu treffen.

Nutzungsdauer einer Paulownia-Plantage

Im Wertholzbereich wird vielerorts von einer 8 bis 10-jĂ€hrigen Kulturzeit gesprochen. Wir sind eher der Meinung, dass man mit ĂŒber 10 Jahren, in weniger optimalen Lagen auch mit bis zu 15 Jahren rechnen soll. Die Zieldurchmesser bewegen sich laut Literatur bei 30- bis max. 50 cm, in der Praxis wird man das aber erst in den nĂ€chsten Jahren feststellen können, nĂ€mlich dann, wenn die ersten Paulownia-Kulturen aus Mitteleuropa fĂŒr die Ernte bereit sind.
Paulownia schlĂ€gt prinzipiell gut aus dem Stock aus. Wir gehen aber davon aus, dass dies wie bei anderen BĂ€umen auch, nur im Bereich Biomasseerzeugung sinnvoll nutzbar ist. Bei Durchmessern ĂŒber 20-25 cm wird es bereits schwierig da Krankheiten und SchĂ€dlinge eine große, offene Wunde vorfinden und gerade in Gebieten mit mehr Niederschlag (z.B. Pilze) ganz leicht eindringen können.
Bei der Nutzung als Energiewald zur Biomasseerzeugung kann von einer Ă€hnlichen Nutzungsdauer wie bei Pappeln, Weiden und Robinien im Kurzumtrieb ausgegangen werden. Je nach Umtriebszeit sind 20 – 30 Jahre ĂŒblich.

Die Bestandsauflösung – wie bekomme ich Paulownia wieder weg?

Die Stöcke werden nach der Nutzungsdauer mit einer herkömmlichen ForstfrĂ€se eingefrĂ€st. Da der Baum aber starke WurzelausschlĂ€ge bildet, die mit der FrĂ€se nicht vollstĂ€ndig zu erreichen sind, ist mit einem Nachtreiben im Folgejahr zu rechnen. Nachtreibende Triebe können bis zu einer StĂ€ngellĂ€nge von 20-40 cm noch gut chemisch bekĂ€mpft werden. Aber um einen entsprechenden Konkurrenzdruck zu erzeugen ist es unmittelbar nach der Rodung sinnvoll eine starkzehrende, bodenbedeckende Ackerfrucht zu pflanzen. Alternativ kommt auch die Umstellung auf eine mehrmahdige Dauerwiese in Frage. Beide Möglichkeiten sollten den Wiederausschlag, von im Boden verbliebenen WurzelstĂŒcken so stark eindĂ€mmen, dass sie mittelfristig absterben.
Aufgrund der noch wenig vorhandenen praktischen Erfahrungen zur Bestandsauflösung von Paulownia-Pflanzungen, bitten wir um VerstÀndnis, dass wir hier nur grobe Empfehlungen bieten können!

Rechtliches fĂŒr die Pflanzung von Paulownien

Da Paulownien (Blauglockenbaum, Kaiserbaum, Kiribaum), wie beschrieben, hier in unseren Breiten eine noch relativ junge Gattung darstellt, gibt es auch im rechtlichen Bereich nach wie vor einige offene Fragen. Zum einen befĂŒrchtet man im Fortsbereich die unkontrollierte Ausbreitung durch Samen oder Wurzelbrut, in der Landwirtschaft hingegen gibt es Bedenken zur Bestandsauflösung der Kultur, ob und wie man nach entsprechender Nutzungsdauer, die BĂ€ume auch wieder los wird.

Zu den forstwirtschaftlichen Bedenken stellt sich die Situation nach derzeitigem Wissensstand folgendermaßen dar: In Österreich (und dem Vernehmen nach auch in Deutschland) ist der Baum in den verschiedenen Arten und ZĂŒchtungen derzeit (Stand 2017) nach wie vor NICHT als anerkannter Forstbaum zugelassen. Die BefĂŒrchtungen einer unkontrollierten Aussaat und von WurzelausschlĂ€gen (Wurzelbrut) konnten fĂŒr den Gesetzgeber nach wie vor nicht ausgerĂ€umt werden. Auch, dass der Baum sich unkontrolliert in den heimischen WĂ€ldern ausbreitet, also invasiv auftritt, kann aus derzeitiger Sicht nicht klar ausgeschlossen werden.
Zum Zweck einer Kurzumtriebspflanzung (Österreich: mind. eine Ernte in 30 Jahre Nutzungsdauer, Widmung als Wiese/Acker, Meldung innerhalb von 10 Jahren ab Pflanzung) kann unseres Wissens nach auch ein nicht fĂŒr den Forst zugelassener Baum gepflanzt werden.

Aber! Sicherheitshalber raten wir dazu, vor einer Pflanzung bei der zustÀndigen Behörde Ihrer Region anzufragen und die rechtlichen Details zu klÀren!

Der Blauglockenbaum ist aus unserer Sicht eine höchst interessante Kultur und gute Alternative zu den bestehenden heimischen Gehölzen, sowohl was den Biomassebereich betrifft, als auch den Bereich der Wertholzgewinnung. Die sich mitunter ergebenden Herausforderungen wie zB: rechtliche Fragen, Pflege, Pflanzenbauliches, 
, sind guter Planung, der richtigen Standortwahl und konsequenter Arbeit meist sehr gut in den Griff zu bekommen. Als Belohnung fĂŒr die MĂŒhe erfreut uns der Kiribaum mit seinen wunderschönes BlĂŒten.

Wir hoffen Ihnen mit den vorangegangenen Anleitungen zur Bestandsetablierung, Erziehung und Ernte wichtige Informationen an die Hand gegeben zu haben und stehen gerne fĂŒr weitere Fragen zu Ihrem Paulownia-Pflanzprojekt zur VerfĂŒgung: telefonisch, per Email info@energiepflanzen.com oder gerne auch persönlich, hier in Oberhofen am Irrsee (Oberösterreich). Besuche, bitte nur nach telefonischer  Voranmeldung!

Unser Paulownia-Video auf Youtube: Paulownia, Blauglockenbaum: Anbau/Aufzucht fĂŒr Wertholz-Erzeugung (auch Kaiserbaum, Kiribaum)

Der Paulownia Blauglocken- oder Kiribaum
Fakten und Mythen

Paulownia Blauglockenbaum in Deutschland und Österreich pflanzen – hat das Sinn?
Wo kommt der Baum her und wĂ€chst er ĂŒberhaupt bei uns?
Was sind die beliebtesten Fakten und Mythen zum Paulownia Blauglockenbaum?
Diese und andere Fragen versuchen wir im folgenden Artikel zu klĂ€ren, denn der Blauglockenbaum (botanisch Paulownia) ist derzeit in aller Munde und auch bei uns laufen die Telefone heiß und quellen die Mails zum Thema Kiribaum, wie er auch genannt wird, ĂŒber.
Ob diese BlauglockenbĂ€ume, wie oft und vor allem im Internet gepriesen, tatsĂ€chlich in den Himmel wachsen, oder ob wir hier, wie sonst auch, die vielfĂ€ltigen natĂŒrlichen Bedingungen in den unterschiedlichen Regionen beachten mĂŒssen und uns bei der Aufzucht dieser schnellwĂŒchsigen BĂ€ume genau drauf einstellen, das versuchen wir hier zu klĂ€ren. Doch alles der Reihe nach


Geschichte und Verwendung

Der ursprĂŒnglich aus Ost- bzw. SĂŒdostasien stammende, schnellwĂŒchsige Blauglockenbaum fand in den letzten Jahren ĂŒber SĂŒdeuropa auch den Weg nach Deutschland und Österreich. In Verwendung als Parkbaum fĂŒr grĂ¶ĂŸere GĂ€rten und der Gestaltung öffentlicher Anlagen und PlĂ€tze (z.B. Linz, Österreich, an der Promenade) wurde Paulownia in kleinen StĂŒckzahlen auch schon vor Jahrzehnten gepflanzt. Wegen der wunderschönen, blauen bis rosafarbigen BlĂŒtentrauben, die dem Blauglockenbaum den Namen gaben, erfreut er sich seit jeher großer Beliebtheit. Der nicht ĂŒberbordenden Wuchs (ca. 12-15 Meter) und die weit ausladenden Äste machten ihn ĂŒberdies zu einem idealem Schattenspender.

Verbreitete Arten im Park- und GroßgĂ€rtenbereich sind hier:

Paulownia als Plantagenbaum in Deutschland und Österreich  – ist das ĂŒberhaupt möglich?

Zu einer Renaissance des Blauglockenbaums in Deutschland und Österreich kam es in den letzten fĂŒnf bis zehn Jahren, aber weniger wegen seines hohen Zierwertes, sondern wegen seines gefragten Holzes und dessen vielfĂ€ltigen Einsatzmöglichkeiten. Plantagenholz an sich, hat nicht gerade den besten Ruf und ist in Mitteleuropa aus verschiedenen GrĂŒnden auch kaum verbreitet. Paulownia-Pflanzungen nehmen in den letzten Jahrzehnen aber auch hier zu und hier in Mitteleuropa, so scheint es, stoßen wir an eine natĂŒrliche, klimatische Grenze.

Die Hauptsorte ist hier sicherlich Paulownia Shandong. Klassische Plantagen, wenn auch meistens nicht so bezeichnet, wurden hierzulande eher mit Pappeln, Weiden und Robinien in sogenannten EnergiewĂ€ldern bzw. im Kurzumtrieb (KUP) ausgepflanzt. Eine um vieles großere Monokultur stellt aber etwa die Fichte dar, die nach wie vor in rauen Mengen gepflanzt wird, ungeachtet von Höhenlage und KlimaerwĂ€rmung. Aber das nur nebenbei.

Paulownia in Europa

Die erwĂ€hnte „Wanderbewegung“ fĂŒhrte ĂŒber Griechenland, der TĂŒrkei nach Bulgarien und RumĂ€nien. Parallel dazu wurden die ersten grĂ¶ĂŸeren Pflanzungen auch in den sĂŒdwestlichen, mediterran geprĂ€gten europĂ€ischen LĂ€ndern realisiert. Paulownia-Pflanzungen in Portugal, Spanien und Italien sind hier in erster Linie zu nennen.

Zu den ersten Paulownia-Pflanzungen in Deutschland zĂ€hlt dem Vernehmen nach eine Pflanzung am Bodensee in Baden WĂŒrttemberg. Auch unsere erste Lieferung mit BlauglockenbĂ€umen (Paulownia tomentosa) ging, bereits im Jahr 2009, ins SchwĂ€bische. Zu dieser Zeit interessierten sich noch kaum Kunden fĂŒr den schnellwĂŒchsigen Baum und erste Herausforderungen, hier besonders die Empfindlichkeit gegen Frost in jungen Jahren, tauchten auf.
Erste bekannte Pflanzungen mit dem Kiribaum findet man in Österreich den milden Klimaten des Burgendlands. Diese Anlagen bestehen heute noch und haben sich inzwischen zu ansprechenden Paulownia-Plantagen entwickelt.

Paulownia-Jungpflanzen sind im Vergleich zu anderen Forst- und PlantagenbĂ€umen relativ teuer und bedĂŒrfen besonderer Pflege, vor allem wenn damit Wertholz produziert werden soll. Die Blauglockenbaum-Jungpflanze ist als Energieholz oder Kurzumtriebs-Holz tendenziell zu teuer und nicht konkurrenzfĂ€hig mit Pappeln, Weiden und Robinien, die sonst in Deutschland und Österreich zu diesem Zweck gepflanzt werden.

Kiribaum in Deutschland und Österreich – funktioniert das ĂŒberhaupt?

Die eindeutige Antwort aus unserer Sicht darauf lautet JEIN! Man könnte auch sagen „kommt darauf an“. Damit sind wir auch schon bei den „Fakten und Mythen“ um die Paulownia/den Blauglockenbaum.
Dass BĂ€ume, egal welcher Art, nicht in den Himmel wachsen, sollte ja allgemein bekannt sein. Komischerweise meinen manche „Experten“, dass das eigenartigerweise gerade fĂŒr den Paulwonia-Baum nicht gilt

Dennoch gleich zu den 



 unglaublichen Fakten zum Paulownia-Blauglockenbaum

  • Paulownia wĂ€chst auch in mittleren Höhen (wir liegen auf knapp 600 Meter Seehöhe) wahnsinnig stark und vor allem so dick im Durchmesser, wie kaum ein anderer Baum
  • BlauglockenbĂ€ume bildet in der Jugendphase BlĂ€tter mit 50-70 cm Durchmesser. Damit sie so schnell wachsen können mĂŒssen sie viel Sonne tanken
  • Ein zweijĂ€hriger Blauglockenbaum bildet in drei Monaten, nach komplettem RĂŒckschnitt des Stammes und der Wurzel, bis zu ein Meter lange Wurzeln und einen bis zu drei Meter hohen Stamm
  • Paulownia kann im Großtopf (50-80 cm Durchmesser) bereits nach drei Jahren BlĂŒten ansetzen. Ausgepflanzt beginnt der Baum etwa ab dem siebten Jahr, vor allem wenn nicht so sehr auf die Stammbildung geachtet wird und der Baum sich frĂŒh verzweigen kann, was im Wertholzbereich nicht erwĂŒnscht ist.
  • Ein dreijĂ€hriger Paulownia-Wurzelstock kann nach komplettem RĂŒckschnitt des oberirdischen Teils drei bis fĂŒnf Meter in nur einem Sommer austreiben und 6-10 cm Stammdurchmesser erreichen!

Unglaubliche Mythen zum Paulownia-Blauglockenbaum

  • Vermutlich der grĂ¶ĂŸte Mythus zum Paulownia-Blauglockenbaum. Paulownia als Jungpflanze in den Wald oder auf das Feld gepflanzt benötigt kaum Pflege und wĂ€chst quasi von selbst bis zu 12 Meter auf.
  • Man pflanzt Paulownia-Jungpflanzen im Klein- oder Presstopf (6-10 cm Durchmesser) oder gar als Wurzelschnittling und kann nach drei Jahren 0,3 mÂł Energie- oder Wertholz je Blauglockenbaum ernten
  • Der Paulowniabaum friert nur in kĂŒhlen Lagen oder Höhenlagen zurĂŒck
  • KiribĂ€ume haben derzeit keine natĂŒrlichen SchĂ€dlinge und Krankheiten in Deutschland und Österreich
  • Nach nur wenigen Jahren Kulturzeit – die Angaben schwanken je nach Quelle zwischen 3 bis 10 Jahren – kann man hochwertiges und hochpreisiges Blauglockenbaum-Edelholz ernten und teuer verkaufen (man redet von 600 €/mÂł). Diversen Kalkulationen zufolge wird man in der angefĂŒhrten Zeit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig schnell reich

Diese Liste ist sicherlich nicht vollstĂ€ndig und die Phantasie mancher „Experten“ ist hier scheinbar nicht enden wollend.

Fazit zum Kiribaum, Paulownia Blauglockenbaum in Deutschland und Österreich

Uns ist es vielleicht Ă€hnlich gegangen wie manchem Kunden bzw. Interessenten: 2009 haben wir die ersten KiribĂ€ume gekauft, waren aber aufgrund der starken FrostschĂ€den im ersten Jahr erstmal frustiert. Nach etwa zwei Jahren Pause ließ uns der Baum aber nicht los und wir starteten neue Versuche. Mit Pflanzgut aus Griechenland, Bulgarien und RumĂ€nien, nicht nur sehr teuer sondern leider auch qualitativ mangelhaft. Wir versuchten dann aus Deutschland zuzukaufen, bei den ersten Anbietern dort – leider auch Fehlanzeige, da die bestellten Pflanzen nie geliefert wurden.
Seit ein paar Jahren haben wir aber nun verlĂ€ssliche Baumschulen, selbst auch entsprechendes know-how und glĂŒcklicherweise auch fallende Pflanzenpreise.

Mit einem Ahorn oder einer Fichte wird der Blauglockenbaum nie zu vergleichen sein. Der Preis ist höher, aber vor allem auch der Pflegeaufwand. Einmal pflanzen und irgendwann ernten ist einfach nicht bei diesem Baum. Mit unserem aufgebauten Wissen und einer offenen und ehrlichen Kommunikation gegenĂŒber unseren Kunden ĂŒber Vor- UND Nachteile „getrauen“ wir uns nun aber schon seit ein paar Jahren den Blauglockenbaum zu verkaufen und machen insgesamt recht positive Erfahrungen.

Unsere Empfehlung: Probieren Sie den Blauglockenbaum vorerst in kleinen bis mittleren StĂŒckzahlen (z.B. 20-100 Stk) auf geeigneten FlĂ€chen aus. Lernen Sie mit dem Baum umzugehen und schauen Sie, wie er mit dem Standort, Unkraut, Frost und winterlichen Bedingungen in Ihrer Lage zurrecht kommt. Verlaufen die Tests vielversprechend, dann freuen wir uns natĂŒrlich auch, wenn Sie wieder auf uns zurĂŒckkommen!

Reinhard Sperr, im Mai 2017, bearbeitet im Dezember 2019

Wolfgang & Birgit H. Österreich, 28.01. 2021

Sehr geehrte Frau Orso!
Besten Dank fĂŒr Ihre rasche und ausfĂŒhrliche Antwort! Es ist sehr erfreulich, dass man auch nach dem Kauf bestens mit Informationen versorgt wird!
Ihren Rat werden wir natĂŒrlich befolgen!
Nochmals vielen Dank und alles Gute!
Fam. Hölzl


M. Österreich

Paulownia-Pflanzung 2020Wir haben 2Wurzelstöcke gekauft und hoffentlich fachgerecht gesetzt.
Ein bisschen Sorge bereitet mir das die Pflanzen invasiv sein sollen ?

LG

 

 


Greti u. Walter R., OÖ, Österreich, 23.08.20

Paulowina - KundenfotoSehr geehrter Herr Sperr,
Ich melde mich wie vereinbart mit einem kurzen Bericht zur Paulownia in Pram.

Von den 10 Wurzeln sind alle angewachsen. 2 Prachtexemplare haben bereits zwischen 1,7 und 1,8 m, der Stammdurchmesser betrĂ€gt 3-4 cm. Der Rest hat eine Höhe von 1 – 1,5 m. Eine Pflanze hat der Rehbock beleidigt, aber auch sie wĂ€chst weiter.

Wir sind sehr zufrieden.

Freundliche GrĂŒĂŸe
Greti und Walter R.


Jana R., ThĂŒringen, Deutschland, 23.07.2020

Guten Morgen
Der Baum ist in sehr guten Zustand bei uns angekommen.
Jetzt muss er nur noch gepflanzt werden.
Schön, dass ein Flyer dabei war, wo Details drauf stehen.
Ich bin gespannt, wie er wĂ€chst und vor allem in ein paar Jahren blĂŒht.
Vielen Dank fĂŒr den super Service ! Jana R.


Christian K., Burgenland, Österreich, 3.5.2020

Guten Tag Herr Sperr!

Alle Robinien im Wald.
Und die KaiserbĂ€ume am Teich sind schön angewachsen
:)
Haben jetzt nochmal KaiserbĂ€ume bestellt
 (fĂŒr Muttertag)
Bekannte und Verwandte sind total fasziniert vom Blauglockenbaum

SONNIGE GrĂŒsse
Christian K.

Christian K., Burgenland, Österreich, 2.3.2020

Guten Tag Herr Sperr
Hoffe es geht Ihnen und Ihrem Team gut

Wir haben KaiserbĂ€ume und Robinien bestellt und wĂŒrden sie am/richtung Wochenende gerne pflanzen

Es wird wÀrmer

Mit der Bestellung lÀuft momentan alles super

Echt toller Online-Shop!!!
HĂ€tte mir vor einigen Jahren nicht gedacht das man so einfach bĂ€ume/pflanzen im internet bestellen kann
 🙂
Wollte nur fragen ob Sie mir noch ein paar wertvolle Tipps zum pflanzen der BĂ€ume geben könnten
?
Liebe GrĂŒsse aus dem sonnigen Burgenland


Martin F., Deutschland, September 2019

5***** Insbesondere der Energieblog auf der Internetseite ist sehr informativ und ausfĂŒhrlich und der persönliche Kontakt hat mir gut gefallen. Danke.


Richard G., Oberösterreich, Österreich, Juli 2019

Hallo, ich habe dieses FrĂŒhjahr 15 Stecklinge Paulownia von euch bekommen.Sie wachse alle sehr gut! – DANKE fĂŒr die Ware!


Barbara K., April 2018

Die schnellste Lieferung, die ich je erlebt habe – inklusive umfassender Betratung bezĂŒglich der Pflanzenpflege. Vorbildliches Kundenservice!!! Gerne wieder – Vielen Dank! Werde dann von der Entwicklung meines neuen Blauglockenbaumes berichten. LG Barbara


Sabine W., Juli 2018

Sehr nettes Personal, Lieferung super, BĂ€ume “Paulowina” gedeihen super. Denen kann man wirklich beim Wachsen zusehen. Einmalig!!!!


Claudia P. Niederösterreich, Österreich, September 2018

Bei mir im Garten wuchs ein Baum, bei dem wir nicht wussten worum es sich handelte. Nach Recherchen ergab sich dass es sich um einen Blauglockenbaum handeln könnte. Da ich mir da sicher sein wollte und auch noch mehrere Fragen hatte wendete ich mich an Energiepflanzen – Reinhard Sperr. Herr Sperr hat mich geduldig, nett, kompetent und völlig uneigennĂŒtzig beraten.

Vielen Dank dafĂŒr noch einmal!


Jens B., SĂŒddeutschland, Österreich, 2018

Hallo Herr Sperr,
vielen Dank fĂŒr die super tolle und unproblematische Abwicklung meiner 3 Lieferungen seit Ende 2016. Die bestellten Paulownia und die erhaltenen Pappel-Stecklinge (alles Kleinmengen zum Test) sind in sehr guter QualitĂ€t eingetroffen. Bei den Paulownia gab es keinen Ausfall, eine (2016 gepflanzt) hat es dieses Jahr sogar geschafft nach dem kompletten RĂŒckschnitt auf 3,7m zu wachsen und stand MajestĂ€tisch auf der Baumwiese. Die restlichen Paulownia sind ebenfalls sehr gut gewachsen, jedoch bedurfte es bei dem trockenen Sommer vielen BewĂ€sserungsaktionen. Die BĂ€ume stehen super toll da und wurden von vielen Personen die vorbei kamen bestaunt. Es fĂ€llt jetzt schwer, die lange Winterzeit jetzt abzuwarten, bis man das weitere Wachstum verfolgen darf. Es macht Freude diesen BĂ€umen beim Wachsen zuzusehen.
Bei den Pappel-Steckhölzern habe ich nicht so viel GlĂŒck gehabt, zum einen die enorme Hitze und Trockenheit bei uns. Habe jeden Tag gegossen, doch bei 35 – 40°C tagsĂŒber war dies fĂŒr die Hölzer fĂŒr die Wurzelbildung zu warm. Von der Pannonia habe ich 3 StĂŒck durchgebracht, wobei diese sich mit dem Standort nicht oder nur schwer anfreunden konnten. Bei den Max 4 Stecklingen ĂŒberstanden 8 StĂŒck, die fĂŒr das erste Jahr auch gut gewachsen sind. Auf das Weitere Wachstum bei diesen bin ich im nĂ€chsten Jahr ebenfalls sehr gespannt.
Vielen Dank fĂŒr die gute QualitĂ€t und erhaltenen Informationen.
Jens B.


Albert K., Burgenland, Österreich, 18.10.2018

Paulownia-PflanzungTolle Pflanzen!
Tolle Informationen per Telefon, Lieferung war wie ausgemacht, QualitÀt der Pflanzen und Verpackung war top (mir ist zwar eine Pflenze eingegangen, vermutlich aber mangels Wasser
).

Ansonsten eine tolle Erfahrung!


Juli W., Niederösterreich, Österreich, Oktober 2018

Super Beratung! Wir haben endlich die passenden Pflanzen gefunden, welche mittlerweile sehr gut angewachsen sind! Vielen Dank fĂŒr die MĂŒhe!


Gerhard H., Oberösterreich, Österreich, August 2017

Paulownia-Pflanzung

Sehr geehrter Herr Reinhard Sperr,
vorweg zur positiven Überraschung: die beiden Paulownia Shandong Planzen haben sich trotz Startschwierigkeiten im FrĂŒhling (2x Wintereinbruch, bei dem die frischen Triebe abgestorben sind) bisher prĂ€chtig entwickelt und haben nun schon eine GrĂ¶ĂŸe von gut einem Meter erreicht. Hoffe, dass sich dieses Wachstum auch nach dem nĂ€chsten Winter so fortsetzt!
Die BefĂŒrchtung von FraßschĂ€dlingen hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet (weder Schnecken, Hasen, Rehe,
).

Nicht ganz so frohwĂŒchsig sind die Paulownia Tomentosa Stecklinge; diese haben bisher eine Höhe zwischen 10 und 30 cm erreicht und scheinen teilweise etwas zu kĂŒmmern.
Freundliche GrĂŒĂŸe Gerhard H.


Eva K., Baden WĂŒrttemberg, Deutschland, August 2017

Paulownia-PflanzungHallo Herr Sperr,
ich bin mit meiner Paulownia sehr zufrieden. Der Baum ist sehr gut angewachsen und gedeiht prÀchtig. Sowohl Hund als auch Katze nutzen ihn bereits als Schattenspender.

Allerdings plane ich fĂŒr kommenden Herbst oder FrĂŒhjahr eine Umpflanzung an eine andere Stelle. Wie gehe ich da am besten vor bzw. was muss ich beachten?

Anbei ein relativ aktuelles Foto. Viele GrĂŒĂŸe Eva K.


Norbert A., Oberösterreich, Österreich, Juli 2017

GrĂŒĂŸ Gott Herr Sperr
unsere BlauglockenbÀume sind bis auf 3 od. 4 Pflanzen gut angewachsen und ca. 1 m hoch. Da es so extrem trocken war, haben wir einige Male gut gewÀssert. soweit bin ich zufrieden damit und hoffe weiterhin auf gutes Gedeien.
mit freundl. GrĂŒĂŸen
Norbert A.


Stefan B., Bayern, Deutschland, 2017

Hab die Paulownia gekauft und sie wĂ€chst was sie kann. Man kann ihr beim wachsen zusehen 😉


Josef K., Burgenland, Österreich, 21. Juli 2017

Die Pflanzen sind alle wohlbehalten angekommen, durch den Versand, keine SchĂ€den. 5 Tage spĂ€ter bei der Pflanzung war es sehr heiß (Plagerei-Arbeit). Alle gut verpflanzt, keine SchĂ€den verursacht durch unsachgemĂ€ĂŸe Handhabung. Einen Tag spĂ€ter hat es einen schönen Regen gegeben, hat super gepasst.
Nach 2 Wochen die Paulownias besucht- es waren alle in einem sehr guten Zustand, leider sind sie noch nicht 2 Meter groß gewachsen, aber das wird schon noch


Sehr zufrieden, vielen Dank fĂŒr die gute Ware.
Josef K.


Martin R., Niederösterreich, Österreich, Juli 2017

Paulownia-PflanzungHallo Reinhard!
Meine Paulownia wachsen voll super 😉 sind alle schön ausgetrieben, habe Sie auf einer Wiese gepflanzt.ca. 40-50 cm Tief ausgegraben und danach mit einer Erde aus dem Wald und der anderen Erde vom Ausgraben vermischt und dann die Paulownia gesetzt und gleich gegossen. Die kleinsten sind bei ca. 30-40 cm, der grĂ¶ĂŸte ist bereits 150 cm groß 😉 (im durchschnitt wachsen die grĂ¶ĂŸeren jetzt 3 cm pro Tag ;)) habe sie wĂ€hrend der Trockenzeit jeden 2. Tag gegossen, sonst wĂ€ren sie vermutlich eingegangen.

Mit sonnigen GrĂŒĂŸen, Martin R.


Ulrich W., 2017

Habe 10 Stk. Paulownia Shandong bestellt, bekommen habe ich nur 9 Stk, obwohl 10 Stk. verrechnet wurden. Alle 9 Stk. sind schon 30cm groß. Bin mit der Bestellung und Lieferung zufrieden.


Alexander O., KĂ€rnten, Österreich, 28.07. 2017

Alles Bestens!
Top QualitÀt! Perfekte Beratung! Schneller Versand
NĂ€chstes Jahr gerne wieder


Karl S., Steiermark, Österreich, Juli 2017

Paulownia-PflanzungHallo Herr Sperr!

Die Pflanzen sind alle gut bei uns angekommen und auch sehr gut angewachsen. Ich wollte nur noch wissen, ob sich diese sorte in der umgebung vermehrt, habe sie nÀmlich in der NÀhe eines Waldes gepflanzt.

mfg Karl S.


M. K.-L., Rheinland-Pfalz, Deutschland im Mai 2017

Paulownia-PflanzungHallo,
also ich bin sehr zufrieden. Ich habe den grĂ¶ĂŸten der 3 Triebe stehenlassen. Die Wurzel wurde am 22.05.17 eingepflanzt. Höhe im Moment ca. 125cm und einen Durchmesser von 9cm. Ich bin mal gespannt ob der im Winter total zurĂŒckfriert.
L-G-
M.K.-L.


Stefan B., Bayern, Deutschland, 2017

Hab die Paulownia gekauft und sie wĂ€chst was sie kann. Man kann ihr beim wachsen zusehen 😉


H. B., Tirol, Österreich, November 2016

Ihre empfehlung war goldrichtig die wurzelstöcke ideal verpackt und prompt geliefert Habe alle in griechenland gepflanzt-alle sind bereits 50 cm hoch danke fĂŒr die so gesunden und trotz rel schlechtem boden so wĂŒchsigen pflanzen h. b.

(gepflanzt in Lefkas, Griechenland)


Roland W., Niederösterreich, Österreich, November 2016

Rasche Lieferung, schnelle Antworten auf Fragen, alles in allen – Perfekt


HĂ€ufe Fragen zu Paulownia

Wie giftig ist der Blauglockenbaum

Die Samen bzw. Samenkapseln des Blauglockenbaumes sind leicht giftig. Durch die HĂ€rte dieser “NĂŒsse” besteht allerdings wenig Gefahr, dass Tiere oder auch Kinder diese verzehren. Zudem halten sie sehr lang am Baum und fallen erst ab, wenn sie komplett vertrocknet und hart sind. Die großen BlĂ€tter sind nicht giftig, sie werden sogar mancherorts als Tierfutter verwendet.

Wie schnell wÀchst der Blauglockenbaum

Der Blauglockenbaum wĂ€chst extrem schnell! Er wird auch als der am schnellsten wachsende Baum der Welt bezeichnet. Pauschal stimmt das nicht immer, wenn er aber ein sehr mildes Klima vorfindet, kann er auch mehrere Meter pro Jahr wachsen. In Deutschland und Österreich sind ZuwĂ€chse von jĂ€hrlich ca. 0,5 – 1,5 Meter wahrscheinlich.

Wie hoch wird der Blauglockenbaum?

Im Garten wird der Blauglockenbaum ca. 10 – 12 Meter hoch, manchesmal auch 15. Die Kronenbreite erreicht bei genĂŒgend Platz ca. 5 – 7 Meter, in Parks auch manchmal noch mehr. In Paulownia-Plantagen erreicht der Baum durch den engeren Abstand mitunter auch etwas ĂŒber 15 Meter Höhe. Die Kronenbreite ist hier allerdings mit ca. 3 bis 5 Metern eher schmal.

Ist der Blauglockenbaum winterhart?

In den ersten Jahren reagiert der Blauglockenbaum empfindlich auf Frost, ist also eher schlecht winterhart. Sobald er einen verholzten Stamm ausgebildet hat, friert nur mehr die Spitze des Baumes ab. Diese soll nach dem Winter im MĂ€rz bis ins gesunde Holz zurĂŒckgeschnitten werden, dann wĂ€chst er an dieser Stelle weiter.

Was kostet ein Blauglockenbaum?

BlauglockenbĂ€ume kann man bereits ab wenigen Euros in einer Paulownia-Baumschule kaufen. Hier handelt es sich aber meist um einjĂ€hrige Jungpflanzen, die oberirdisch ĂŒber den Winter absterben. Im FrĂŒhling treiben sie aber wieder durch. Zwei- oder dreijĂ€hrige Wurzelstöcke kosten je nach Menge ca. 10 – 30 €, BĂ€ume mit Stamm entsprechend mehr.

Wann treibt der Blauglockenbaum aus?

BlauglockenbĂ€ume treiben eher spĂ€t aus. Vor allem nach langen Wintern oder einem kĂŒhlen, feuchten FrĂŒhling kommen die ersten BlĂ€tter und Triebe meist erst im Mai. Ist es dann aber warm genug, gibt der Blauglockenbaum richtig Gas und treibt extrem schnell aus!

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