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Boden und Klima (Paulownia)

Da der Blauglockenbaum ja über China und das südliche Europa hier in Mitteleuropa angekommen ist, kann man allein daraus schon schließen, dass er sehr wärmeliebend ist. Milde Klimate, wo zum Beispiel auch Wein oder anspruchsvolle Obstsorten angebaut werden können, sind auch für Paulownia sehr gut geeignet. Auch mit dem wenigen Niederschlag, der in diesen Gebieten meist vorherrscht, kommt der Kaiserbaum gut zurecht. Da diese Gebiete aber in Mitteleuropa nicht sehr zahlreich vorhanden sind, probieren immer mehr Menschen Blauglockenbaum-Pflanzungen auch abseits dieser Gunstlagen aus.

Hier erscheinen sonnige (gerne auch trocken und mager), geschützte Lagen sinnvoll. Im Wald, wofür es aktuell (2017) noch keine forstliche Genehmigung in Österreich gibt (!), braucht er ausreichend Licht und genug Platz, um sich zu etablieren.

Die Temperaturangaben unterschiedlicher Quellen der einzelnen Sorten gehen bis zu minus 30 °C. Unserer bisherigen Erfahrung nach liegt diese Grenze in der Praxis aber wohl eher bei – 15 bis – 20 °C, ohne zu große Frostschäden in Kauf nehmen zu müssen. Gerade in der Jugend, also in den ersten 3-5 Jahren sind die Bäume frostgefährdet.

Paulownia verträgt sowohl leichte Sandböden wie auch schwerere Böden. Um das Anwachsen zu erleichtern kann mit Kompost oder anderen organischen Düngern etwas nachgeholfen werden. Riesige Pflanzlöcher mit großen Erdbohrern, wie man sie aus Südeuropa kennt, sind meines Erachtens nicht von Nöten.

Vermeiden sollte man Lagen mit stauender Nässe, welche mit stärkerer Beschattungen oder auch solche, die sehr windanfällig sind. Je niedriger die Seehöhe, desto einfacher in der Tendenz. In höheren Lagen kann auch schwerer Herbstschnee zu Brüchen oder zu Spätfrostschäden führen. Generell tut man sich in Lagen, die zu Spätfrösten neigen schwer, da die Bäume meist ab ca. Ende April auszutreiben beginnen.

©energiepflanzen.com - Reinhard Sperr (2008 – 2017)